Kriminalität

Die Jugendanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr etwas weniger zu tun

Im Kanton Solothurn gab es 2010 weniger Jugendstrafverfahren wegen Körperverletzung. (Symbolbild; Foto: Nicole Nars-Zimmer)

Jugendgewalt

Im Kanton Solothurn gab es 2010 weniger Jugendstrafverfahren wegen Körperverletzung. (Symbolbild; Foto: Nicole Nars-Zimmer)

Die Anzahl der von der Jugendanwaltschaft eröffneten Verfahren hat 2010 insgesamt etwas abgenommen. Der Rückgang ist jedoch ausschliesslich auf leichte Fälle zurückzuführen.

Die Jugendanwaltschaft des Kantons Solothurn hat im Jahr 2010 insgesamt 1302 Jugendstrafverfahren eröffnet. 2009 waren es noch 1513, wie aus der nun veröffentlichten Fallstatistik hervorgeht. Aus dem Vorjahr waren zudem noch 166 Verfahren hängig.

Der Rückgang der Fallzahlen sei jedoch ausschliesslich auf leichte Fälle, also Übertretungen, zurückzuführen, teilte der leitende Jugendanwalt Bruno Hug am Freitag mit. Die Anzahl der schwereren Fälle wie Verbrechen und Vergehen sei hingegen von 348 auf 368 angestiegen.

Mehr Autos entwendet

Zugenommen haben beispielsweise die Strafverfahren wegen Entwendung von Motorfahrzeugen zum Gebrauch (von 18 auf 28) sowie wegen Drohung und Nötigung (24 auf 33). Rückläufig waren dafür etwa die Verfahren wegen Körperverletzung (von 38 auf 30).

Bei den Sanktionen ist gemäss Hug ein deutlicher Anstiegbei den so genannten Fremdplatzierungen zu verzeichnen. Diese Massnahme wurde im vergangenen Jahr neu in 17 Fällen ausgesprochen. Ingesamt mussten 2010 53 Jugendliche für kürzere oder längere Zeit in Institutionen leben. 2009 waren es 45.

Die Jugendanwaltschaft ist zuständig für Jugendliche mit Wohnsitz im Kanton Solothurn, welche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren eine Straftat begangen haben. (bau)

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