Jagdhunde
Die Hitze macht auch den Spürnasen zu schaffen

25 Gespanne sind zur Schweisshundeprüfung und sechs Gespanne zur Gehorsamsprüfung angetreten. 21 Hundeführer haben mit ihren treuen Gefährten die Prüfung bestanden.

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Eine typische Szene der Schweisshunde- und Gehorsamsprüfung zvg

Eine typische Szene der Schweisshunde- und Gehorsamsprüfung zvg

Oltner Tagblatt

Die jährliche kantonale Schweisshunde- und Gehorsamsprüfung fand in den Revieren des Hegerings Leberberg statt. Mitglieder des Hegerings Leberberg haben die Schweisshunde- und Gehorsamsprüfung unter der Leitung von Roland Fringeli, Präsident der kantonalen Jagdhundekommission, und Prüfungsleiter Jürg Jäggi gut vorbereitet. Wie üblich wurden am Vortag die 25 Fährten am Fusse des Weissenteins präpariert. 25 Gespanne (Hundeführer und Hund) absolvierten die Schweisshundeprüfung und sechs Gespanne die Gehorsamsprüfung. 21 Paare haben die anspruchsvollen Prüfungen erfolgreich bestanden. Das sind fast 70 Prozent

Die Aufgabe lautet suchen

Ein Schweisshundegespann muss in der Lage sein, Wildtiere, die beispielsweise nach einem Verkehrsunfall oder nach einem Anschuss nicht an Ort und Stelle gefunden werden können, zu suchen. Die Prüfung wird nach den Richtlinien des TKJ (Technische Kommission für das Jagdhundewesen) absolviert. Zur Schweisshundeprüfung dürfen alle zur Jagd zugelassenen Hunde antreten und der Hundeführer muss den Jagdfähigkeitsausweis besitzen. Die kleine Schweissfährte (Blutfährte) führt über 500 Meter in maximal 60 Minuten. Für die 1000 Meter lange Schweissfährte hat das Gespann 90 Minuten Zeit. Am Ende jeder Fährte liegt eine Decke (Tierfell), welche dem Hund anzeigt, dass hier das verendete Tier liegen würde. Zur Belohnung füttert der Hundeführer dem Hund eine Wurst und lobt ihn ausgiebig.

Bei der Gehorsamsprüfung werden vier Kategorien geprüft: Leinenführigkeit, das Folgen frei bei Fuss, das Ablegen und Ruhen auf Schuss sowie der Appell. Am anspruchsvollsten ist die Übung der Schusstauglichkeit. Dabei wird der Hund im Walde abgelegt und der Hundeführer entfernt sich etwa zehn Meter. Eine Drittperson gibt einen Schrotschuss ab, wobei der Hund still liegen bleiben muss. Die Gehorsamsprüfung fand unter der Leitung von Valentin Jäggi statt.

Gute Erfolgsquote

Ein warmer Tag erwartete die Prüfungskandidaten, Richter, Helfer und Organisatoren. Entgegen der üblichen Meinung machte gerade die hochsommerliche Hitze es den Hundegespannen nicht leicht. Es seien eher schwierige (Arbeits-)Verhältnisse, er hätte viel Wasser für den Hund während der Prüfung gebraucht, so ein Prüfungskandidat im Nachhinein, welcher die 500er-Fährte dann aber bestanden hat.

Im Anschluss an die Prüfungen versammelten sich alle zum Aser auf dem Schulhausplatz des Alten Schulhauses in Rüttenen. Die Resultate wurden nun rege besprochen. Mit Freude übergab Roland Fringeli den erfolgreichen Prüfungskandidaten die Urkunde. Jürg Jäggi richtete sein Schlusswort insbesondere an jene Rüdemänner und -frauen, welche die Prüfung nicht bestanden haben. Er ermutigte sie, weiterhin motiviert zu arbeiten und dem Hund möglichst viel Schweissriemen zu geben. (mjs)

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