Welschenrohr

Die grösste Solaranlage im Thal geht ans Netz

Peter Schneider (Schneider AG, Grenchen), Laura und Frédy Grimm (Bauherrschaft), Markus Steiner (Bieri Haustechnik AG, Grenchen) und Kurt Wüthrich (Viessmann Schweiz AG, Luterbach). (von links)

Freude über die neue Anlage:

Peter Schneider (Schneider AG, Grenchen), Laura und Frédy Grimm (Bauherrschaft), Markus Steiner (Bieri Haustechnik AG, Grenchen) und Kurt Wüthrich (Viessmann Schweiz AG, Luterbach). (von links)

Die Böschung vor den Haus sanieren und gleichzeitig Strom erzeugen: Dafür haben sich Laura und Frédy Grimm im letzten Herbst entschieden. Nach dreimonatiger Bauzeit ist die Anlage fertig gestellt und liefert Solar-Strom ins Netz.

«So oder so mussten wir die Böschung sichern. Das Gelände senkte sich ab, und der Unterhalt wurde immer mühsamer», erklärte Frédy Grimm. Vorerst war ein Blocksteinwurf vorgesehen. Gleichzeitig war der Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach des Wohnhauses geplant. Davon musste wegen der Statik und den Windeinflüssen abgesehen werden. So kam nur eine Kombination der beiden Projekte infrage.

Böschung gesichert

Im März nahm eine Gartenbaufirma die Bauarbeiten in Angriff und erstellte mit Winkelplatten eine dreistufige Böschung. Dabei wurden in einer Bauzeit von drei Monaten 98 Laufmeter Winkelplatten, 800 kg Armierungsstahl und zirka 100 Kubikmeter Beton verarbeitet. Begünstigt wurden die aufwändigen Arbeiten durch das trockene Wetter.

Die neue Böschung war so geplant, dass Solar-Elemente ideal im Winkel von 45 Grad in den Winkelplatten platziert werden konnten. Angeordnet in drei Reihen und in drei Abschnitten montierten Mitarbeiter einer spezialisierten Firma
49 Elemente vom Modell Viessmann Vitovolt 200 mit einer Gesamtfläche von 82 Quadratmeter. Eine letzte Firma war zuständig für die Verkabelung der Anlage und den Anschluss an das Netz.

Beachtliche Leistung

Die Anlage ist auf eine Leistung von maximal 10 Kilowatt ausgelegt, was eine Jahresleistung von 10000 Kilowattstunden ergeben dürfte. Vielleicht kann diese Zahl in Welschenrohr gar übertroffen werden. Der Strom kommt von den Kollektoren zum Wechselrichter und wird dann über einen Zähler ins Netz eingespeist. Das Elektrizitätswerk, in diesem Fall die AEK, vergütet 12 Rappen pro kWh.

Diese Photovoltaik-Anlage ist bei swissgrid ag zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) angemeldet. Der Bund spricht Fördergelder für die Gewinnung von Alternativenergie, so können die Betreiber mit einem Ökobeitrag von 48 Rappen pro kWh rechnen. Auch der Kanton schafft mit bescheidenen Förderbeiträgen einen Anreiz. Diese werden aber mit drei Rappen pro Kilowattstunde zurück gefordert, wenn die Anlage in Betrieb ist.

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