Bipperlisi
Die Fahrt mit dem Bipperlisi dauert ab Dezember zwei Minuten länger

Am 9. Dezember 2012 kommt es in der Schweiz zum Fahrplanwechsel. Für die Passagiere der Bahnlinie Solothurn-Langenthal gibt es einige gewichtige Änderungen. Wie schon länger bekannt, wird das Bipperlisi einen kleinen Umweg über Oensingen fahren.

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Das Bipperlisi wird schneller. (Archiv)

Das Bipperlisi wird schneller. (Archiv)

Solothurner Zeitung

Dank dem genauen Fahrplan, welcher der Kanton Solothurn am Dienstag veröffentlichte, sind nun auch die Details klar. Die Fahrt von Solothurn nach Langenthal dauert neu zwei Minuten länger. Dies, obwohl der Schlenker nach Oensingen inklusive der neuen Haltestelle Niederbipp Industrie sieben Kilometer misst.

Züge beschleunigen schneller

Fredy Miller, Direktor der Aare Seeland Mobil (asm), kennt die Gründe dafür: «Dahinter steckt ein ganzer Strauss von Massnahmen. Einerseits ist Niederbipp Industrie nur ein Halt auf Verlangen. Andererseits können wir mit den neuen Fahrzeugen schneller beschleunigen, was uns auch ein Zeitgewinn verschafft.» Die Zeiten seien im Vorfeld genau durchgespielt worden, sagt Miller. Man könne davon ausgehen, dass die Fahrt wirklich nur zwei Minuten länger daure.

In der Gegenrichtung von Langenthal nach Solothurn gelang sogar noch die grössere Effizienzsteigerung. In dieser Richtung bleibt die Fahrtdauer unverändert. Miller zeigt sich mit dem neuen Fahrplan sehr zufrieden. Der Halt in Oensingen sei eine Bereicherung für die ganze Region, da er den Anschluss an die Schnellzüge garantiere. Einzige Wermutstropfen sind aus Sicht des asm-Direktors die Taktlücken: «Es ist ein Dauerziel von uns, diese Lücken zu schliessen. Allerdings braucht es dafür das o. k. des Kantons und diesem fehlt momentan das Geld.»

Vom 29. Mai bis zum 15. Juni läuft das nationale Mitwirkungsverfahren für den Fahrplan. In diesem Zeitraum können sich Gemeinden und Private unter www.fahrplanentwurf.ch zum Fahrplan äussern. Miller rechnet nicht mit viel Kritik am Bipperlisi-Fahrplan. Schliesslich sei im Vorfeld viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet worden. (mwo)

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