Burgdorf
Der Verlust von 350 Arbeitsplätzen sorgt in Burgdorf für Wut

Die Stadtregierung von Burgdorf und die Kantonsregierung von Bern wollen nach den angekündigten Abbaumassnahmen für den Roche-Standort kämpfen.

Johannes Reichen
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Hiobsbotschaft für die Grossregion: Der Standort Burgdorf, mit dem Insulinpumpengeschäft, ist neben Basel von den angekündigten Abbaumassnahmen des Roche-Konzerns am härtesten betroffen. Der ehemalige Disetronic-Betrieb mit heute 310 Beschäftigten soll 2013 vollständig aufgehoben werden. Diese Meldung löste bei den Betroffenen Wut und Enttäuschung aus; sowohl die Stadtbehörden wie auch die Kantonsregierung kündigten an, für den Standort Burgdorf kämpfen zu wollen.

Weltweit will der Pharma- und Diagnostikkonzern innert zwei Jahren 4800 Arbeitsplätze kappen. Davon entfallen rund 770 Vollzeitstellen auf die Schweiz. Indes hat Roche-Konzernchef Severin Schwan den Restrukturierungsplan verteidigt. Angestelltenvertreter und Gewerkschaften erinnerten an die Milliardengewinne. Konzernchef Schwan wies die Aufforderung, nochmals über die Bücher zu gehen, postwendend zurück. Die Börse reagierte mit steigenden Kursen.

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