Lüterkofen

Der Kürbis hat jetzt Hochsaison

Die Vielfalt der Kürbisse scheint fast grenzenlos zu sein. Bei Urs und Rosmarie Weyeneth in Lüterkofen werden 150 Sorten angebaut und verkauft. Derzeit herrscht Hochbetrieb auf dem Kürbis-Hof.

Ganze Gesellschaften und Familien verbringen dieser Tage in Lüterkofen auf dem Hof der Familie Urs und Rosmarie Weyeneth einen Nachmittag. Es gibt schliesslich auch vieles zu sehen und zu erleben. Eine Kürbispyramide, unter der man gemütlich beisammensitzen kann, Kürbisschnitzen für Gross und Klein, ein Gang durch das Kürbislabyrinth oder die Begehung des Hof- und Stallgeländes, wo alle Kürbissorten ausgestellt und beschriftet sind.

Ein wahrer Augenschmaus an Formen und Farben. Keiner der Besucher geht hier weg, ohne nicht einen Kürbis erstanden zu haben. Ob dieser oder jener als Koch- oder Zierkürbis zu verwenden ist, darüber gibt Urs Weyeneth geduldig Auskunft. Er gibt auch Tipps zur Aufzucht und Lagerung oder verrät auch schon, welcher der Kürbisse die beste Suppe gibt, welcher sich besser zum Rohessen oder als Kuchenzutat verwenden lässt.

Zierkürbisse sehr beliebt

Durch einen Zufall, so erzählt Urs Weyeneth, sei er auf den Kürbis gekommen. «Vor gut 20 Jahren hatten wir mit einem Teil des Winterweizens Pech, und meine Frau kam auf die Idee, dort ein Blumenfeld zum Selbstpflücken anzubieten. Mit dabei bei dieser Pflanzung waren auch drei Zierkürbis-Setzlinge.» Und diese Zierkürbisse fanden wider Erwarten reissenden Absatz. «Also pflanzten wir mehr dieser Pflanzen und auch ein paar Speisekürbisse an.»

Vor 14 Jahren kamen Weyeneths dann ganz auf den Kürbis. «Ich selbst hatte dieses Gemüse, das ja botanisch betrachtet eine Beere ist, nicht gekannt», berichtet Weyeneth. «Früher war das ein Arme-Leute-Essen, oder man verarbeitete Kürbisse als Tierfutter.»

Vielfältig verwendbar

Heute ist das ganz anders. Der Kürbis wird wegen seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeit geschätzt und auch gerne in der Spitzengastronomie verwendet. Aus Kürbissen kann man fast alles machen. Es gibt die bestens bekannte Kürbissuppe, den Kürbiskuchen, aber auch Kürbisplätzli paniert, den Kürbis zum Dippen, das Kürbiscarpaccio, die Kürbiscreme oder das Kürbisrisotto. Ein paar der besten Rezepte haben Weyeneths zu einer kleinen Broschüre zusammengetragen.

Übrigens: Der Kürbis hat wegen seines Wassergehalts von 95 Prozent nur wenig Kalorien, und er gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Die ältesten Samenfunde sind gegen 10000 Jahre alt und stammen aus Südamerika. In der Schweiz wurden im Jahr 2010 auf 172 Hektaren Kürbisse angepflanzt.

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