Der Kanton Solothurn darf sich freuen: Manuel Friedli gewann den «Adleraugen»-Wettbewerb. Er wurde zum besten Hufschmied Europas gekürt. Im Wettbewerb durfte er ein Huf gerade mal 10 Sekunden betrachten, um dann in 15 Minuten ein passgenaues Hufeisen aus dem Gedächtnis zu schmieden. Dabei zeigte der 21-jährige Solothurner derart grossen Einsatz, dass mitten in der Arbeit der Hammerkopf wegflog. Er erzielte 528 von 600 Punkten und lag vor den Hufschmieden aus England und Österreich.

Auch der Aargau hat eine Goldmedaille geholt. Mit 521 von möglichen 600 Punkten lag die zwanzigjährige Heidi Egli vor den (fast durchwegs männlichen) Teilnehmern aus Deutschland und Portugal. Nach der Siegerehrung meinte sie ausgelassen: «Ich kann es noch immer nicht glauben, bin völlig zum Hüsli us!» Lachend fügte sie hinzu: «Heute Nacht werde ich die Medaille sogar zum Schlafen um den Hals tragen.»

Als Frau im Beruf der Motorradmechanikerin ist es Heidi Egli gewohnt, unter besonderem Druck zu arbeiten. So war es für sie nichts Neues, die einzige Frau im Feld der Konkurrenten zu sein. Der erste Arbeitstag forderte von ihr alles ab und die drei versteckten Fehler, die sie in nur 60 Minuten finden und beheben musste, brachten sie ganz schön ins Schwitzen. In letzter Minute aber erfüllte sie diese Aufgabe souverän.