Alpiq beziffert heute den jährlichen Zusatzaufwand auf gut 30 Millionen Franken. Sie hält 40 Prozent Anteil am AKW Gösgen und 32,4 Prozent an jenem von Leibstadt. In Gösgen stellt die Alpiq auch die Geschäftsleitung.

Auch die BKW mit ihrem AKW Mühleberg geht vom gleichen Betrag auf. Der Berner Energiekonzern geht von 13,1 Millionen Franken aus, den er ab 2012 zusätzlich in den Stilllegungsfonds abführen muss. Für den Entsorgungsfonds werden 19,6 Millionen zusätzlich fällig.

Höhere Rückstellungen

Die Rückstellungen für die beiden Fonds muss die BKW voraussichtlich um 200 Millionen Franken erhöhen. Das soll erfolgsneutral geschehen. Für kommende Jahre erhöhen sich dadurch Abschreibungen und Finanzaufwand. Bei einer angenommenen Laufzeit von 50 Jahren rechnet die BKW 2012 mit 20 Millionen mehr Abschreibungen und mit einem 10 Millionen Franken höheren Finanzaufwand.

Die Zahlen müssen aber vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat geprüft und Ende 2012 vom Bundesrat genehmigt werden, da der Stilllegungs- und der Entsorgungsfonds dem Bund unterstehen.