Fahrplanwechsel
Der 11. Dezember bringt die Region nicht aus dem Takt

Einzelne Verdichtungen, wenige zusätzliche Angebote: Im Kanton Solothurn ergeben sich durch den Fahplanwechsel am kommenden 11. Dezember nur punktuelle Änderungen.

Beatrice Kaufmann
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Der Fahrplanwechsel bringt im Busnetz Verbesserungen. Bar

Der Fahrplanwechsel bringt im Busnetz Verbesserungen. Bar

Solothurner Zeitung

Was bringt der alljährliche Fahrplanwechsel vom 11. Dezember im Kanton Solothurn? Robert Fürst, Betriebsleiter des Busbetriebs Solothurn (BSU), erklärt auf Anfrage, dass auf den Buslinien 4 (Rüttenen–Zuchwil) und 6 (Biberist RBS–Sonnenpark Solothurn) kleinere Verbesserungen bei den letzten Abendkursen vorgenommen werden. Die Busse der Linie 4 werden ausserdem von Betriebsbeginn bis 20 Uhr vier Minuten früher fahren.

Dies sei eine Anpassung an die Anschlüsse am Hauptbahnhof Solothurn. Der letzte Bus der Linie 2 wird neu zusätzlich nach Lommiswil fahren. Ausserdem wird in Subingen ein Extra-Bus eingeführt, welcher während der Schulzeit um 16.30 Uhr ab Subingen Schulhaus fährt. Zwischen Oensingen und Balsthal verkehrt ein zusätzlicher Bus, womit für die Region Thal nach 21 Uhr eine zusätzliche Verbindung aus Solothurn geschaffen wird. Im Limpachtal konnte der Fahrplan der Linie 882 besser auf die wichtigen Bahnanschlüsse in Bätterkinden abgestimmt werden.

Die Preise der Einzel- und Kurzstreckenbillette des Libero-Tarifverbundes bleiben gleich. Auch für die Abonnenten wird sich nichts ändern. Einzig der Preis der Mehrfahrtenkarten steigt. Der Rabatt wird neu nur noch 10 statt, wie bis anhin, 16,7 Prozent betragen. Neu ist jedoch das Angebot «Raum und Zeit». Damit können Reisende während der Geltungsdauer des Billetts (Entwertungstag bis 5 Uhr Folgetag) beliebig viele Fahrten in den gewählten Zonen unternehmen. Zudem werden neu Tageskarten eingeführt.

Billettpflicht vor Reiseantritt

Auch im Bahnverkehr gibts Verbesserungen. Zwischen Solothurn und Biel verkehrt der Regionalzug neu auch am Wochenende (ab Solothurn 5.38 Uhr), durch den um 6.08 Uhr Anschluss in die Romandie besteht. Zudem wird eine neue Abendverbindung zwischen Oensingen und Balsthal eingeführt. Die Ankunftszeit der ICN aus St. Gallen in Solothurn konnte besser mit dem Busnetz des BSU abgestimmt werden. Zwischen Solothurn und Burgdorf verkehren am Morgen zusätzliche Züge vor 6 Uhr in beiden Richtungen.

Die Preiserhöhungen der SBB betreffen erstmals seit zehn Jahren die Gleis-7-Abonnenten. Die Teuerung beträgt hier rund 30 Prozent. Weiter steigen die Preise für das GA für Erwachsene, Tageskarten und Einzelfahrten für die 1. Klasse und die Gepäckprodukte. Ab dem 11. Dezember wird im Fernverkehr zudem die Billettpflicht vor Reiseantritt gültig. Die SBB begründen diesen Schritt mit der starken Auslastung der Züge. Das Zugpersonal könne nicht mehr allen Passagieren, welche Billette brauchten, diese auch verkaufen, was zu Ausfällen in Millionenhöhe führe. Um die Kunden nicht mit diesen zu belasten, werde die Billettpflicht eingeführt.

Bericht zum Fahrplanverfahren 2012 unter www.avt.so.ch/fahrplan