Da der Kantonsrat bei der Verabschiedung des Budgets noch nicht über die Finanzierung der Pflegekosten entschieden hatte, hat die Gemeinde für diese Position gar nichts ins Budget aufgenommen. Dies muss nun nachgeholt werden. Gemäss Kantonsratsbeschluss trägt der Kanton zwar die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte muss allerdings von den Gemeinden übernommen werden. Für Deitingen bedeutet dies, dass sich der Aufwandüberschuss um rund 100000 Franken erhöht und somit fast 300000 Franken beträgt. Es sei eine «sehr unschöne Sache», dass diese Kosten auf die Gemeinden abgewälzt würden, betonte Gemeinderätin Annelies Peduzzi.

Der Rat betonte, dass die Situation auch nicht besser aussehen würde, wenn man von Anfang an den ganzen Betrag aufgenommen hätte, so wie dies viele Gemeinden gemacht haben. Hätte man diesen doppelt so hohen Beitrag an die Pflegekosten budgetiert, wäre die Diskussion um eine Steuererhöhung unumgänglich gewesen. Nun kann der Steuerfuss beibehalten werden.

Ausserdem hat der Gemeinderat den Startschuss zur dritten Etappe der Sanierung des FC-Klubhauses Grabmatt gegeben. Nachdem die ersten beiden Sanierungsphasen bereits abgeschlossen wurden, soll in der Winterpause das Klublokal mit der Küche saniert werden. Die Einrichtung der Küche wurde der Firma Jeker+Probst GmbH Luterbach zum Betrag von 23644 Franken vergeben. Ebenfalls vergeben wurde der Auftrag für die Erarbeitung des räumlichen Leitbildes, und zwar an das Büro bsb in Oensingen zum Preis von 16767 Franken. Das räumliche Leitbild dient als Leitschranke und Richtschnur für die nachfolgende Ortsplanungsrevision, die dann allerdings wieder neu ausgeschrieben werden wird.

Im Weiteren hat der Rat die Demission von Gemeinderatsmitglied Rolf Studer (SVP) zur Kenntnis genommen. Studer möchte aus zeitlichen Gründen per Ende Jahr zurücktreten, Ersatz wird noch gesucht. (lrb)