Fussball

Deitingen gewinnt den Solothurner Cupfinal gegen Wacker Grenchen

Der FC Deitingen gewinnt den Solothurner Cupfinal gegen Wacker Grenchen mit 4:1. Für Deitingen endet die Saison damit mit einem Erfolgserlebenis, nachdem dem Club in der regulären Saison so ziemlich alles missglückt ist.

Im Solothurner Cupfinal stand auf der einen Seite Deitingen, das nach einer frustrierenden Saison, die mit dem Abstieg aus der 2. Liga endete, nach einem Erfolgserlebnis dürstete. Dem Gegner Wacker war dagegen alles gelungen, die Mannschaft dominierte in der 3. Liga gilt nächste Woche in den Aufstiegsspielen als klarer Favorit. «Der Siegeswille machte heute den Unterschied», sagten nach dem 4:1 für Deitingen die Trainer beider Teams. «Wir waren heute nicht bereit, die beste Leistung abzurufen», ergänzte der Grenchner Marlon Hodgson. «Heute hatten wir endlich auch wieder einmal Glück auf unserer Seite», freute sich Roland Christen.

Damit bezog sich der Deitinger Trainer auf die Startphase, denn eigentlich hätte Wacker in Führung gehen müssen. Die Grenchner waren mehr am Ball und kamen als Erste zu sehr guten Chancen. In der 16. Minute setzte sich zum Beispiel Nicola Mühlhauser - wie so oft - auf der rechten Seite durch, aber er schoss knapp daneben, und in der 21. Minute traf Mead Demiri nur die Lattenoberkante.

Entscheidung nach der Pause

Die Grenchner hatten eben keinen Routinier wie Marc Rüetschli in ihren Reihen. Der schraubte sich bei einer Flanke von Raphael Stalder mit perfektem Timing hoch und köpfelte den Ball zum 1:0 ins Netz. Es war Deitingens erste gefährliche Aktion.

In der 27. Minute rutschte Michel Vogt im Grenchner Strafraum einem Deitinger ungeschickt in die Beine und es hiess Penalty. Jonas Zuber verwandelte diesen sicher zum 2:0. Wackers Pech ging bei einem Pfostenschuss in der 38. Minute weiter. Wenig später erlebte dann aber Mergim Sadriji seinen glorreichen Moment: Ein kurzes Dribbling und ein herrlicher Schlenzer aus 22 Metern brachten Wacker kurz vor der Pause auf 2:1 heran. Schade, dass sich dieser begabte Fussballer ansonsten viel zu passiv verhielt.

In der zweiten Hälfte glich Deitingen sein Defizit auf den Aussenbahnen, das an beiden Seitenlinien offensichtlich war, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wieder aus. Die Wasserämter zeigten, wie man mit Teamgeist und Wille individuelle Schwächen auf einzelnen Positionen aufwiegen kann. Wackers Angriffslust wurde weitgehend unter Kontrolle gehalten. Eine weitere Flanke von Raphael Stalder brachte die Entscheidung, diesmal köpfte Cedric Nesti zum 3:1 ein. Den Schlusspunkt setzte der bestens aufgelegte Deitinger Captain dann mit dem 4:1 gleich selber.

So konnte sich Deitingens Kultfigur Thomas «Harry» Hubler in der 81. Minute auswechseln und richtig schön feiern lassen. Es war Hublers letzter Match in der 1. Mannschaft. «Ich war unglaublich nervös», gestand die 36-jährige Nummer 2. «Wir wollten unbedingt gewinnen, das ist jetzt der perfekte Abschluss für mich.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1