Architektur

Das sind die schönste Solothurner Bauwerke

Der Kanton hat die besten Bau- und Ingenieurarbeiten der vergangenen drei Jahre ausgezeichnet. Von 47 eingereichten Bauten wurden vier prämiert.

Alle drei Jahre zeichnet der Kanton Solothurn auf Vorschlag des Kuratoriums für Kulturförderung sowie der SIA Sektion Solothurn, die besten Architektur- und Ingenieurarbeiten auf Kantonsgebiet aus. Die Preisverleihung – notabene keine Geldsumme, lediglich eine Urkunde – fand am Mittwochabend im Kunsthaus Grenchen statt, dessen Erweiterungsbau selbst zu den preisgekrönten Objekten gehört. Umso stolzer begrüsste Stadtpräsident Boris Banga die Architekturinteressierten in seiner Stadt, die mit dem Erhalt des Wakker-Preises 2008 bewiesen habe, dass man Grenchen ein Ort mit Sinn für gute Gestaltung sei.

Regierungsrat Klaus Fischer erinnerte in seinen Begrüssungsworten an die Vertreter der so genannten «Solothurner Schule». Architekten, die in der Nachkriegszeit die Architektur in der Jurasüdfussregion entscheidend prägten und vorantrieben, die bahnbrechende oder dennoch regional verhaftete Bauten mit Vorbildcharakter schufen. So sei es heute jungen Architektenteams und unerschrockenen Bauherren zu danken, dass diese Tradition einer zukunftsgerichteten Architektur im Kanton Solothurn weitergepflegt würde.

Architektur prägt unsere Umwelt. So gesehen sei es wichtig, meinte Klaus Fischer weiter, dass diese Disziplin auch im Schulunterricht mehr und mehr beachtet würde. Gerade sei ein informatives Lehrmittel erschienen, welches Schülern auf der Sek-Stufe Grundlagen der Architektur und der Gestaltung der Umwelt vermittle.

Nachverdichtung und Sanierung

Anita Grams, zusammen mit Gestalter Marcel Peltier Projektleiterin des Architekturpreises, und damit für die Jurierung und Organisation zuständig, erklärte, dass insgesamt 49 Projekte aus der Bauperiode 2007 bis 2010 eingereicht worden seien. «Das entspricht einer erfreulichen Zunahme der Arbeiten um 40 Prozent.» Neben Hochbauten seien erfreulicherweise auch einige Ingenieurarbeiten zu bewerten gewesen, erläuterte Grams weiter.

Mit der Besetzung der Jury mit den Architekten Marianne Burkhalter, Zürich, und Quintus Miller, Basel, sowie dem Ingenieur Walter Bieler aus Bonaduz, seien drei Fachleute mit unterschiedlichen Schwerpunkten beigezogen worden. Generell könne gesagt werden, dass sich die Planungsleute in den vergangenen drei Jahren im Kanton Solothurn insbesondere mit Themen wie Nachverdichtungen und Sanierungen befasst haben, resümierte die Projektleiterin.

Bei einer ersten Sichtung aller eingereichten Projekte seien zwölf herausgestochen. Diese wurden dann von der Jury alle gründlich in Augenschein genommen. Die Vergabe von diesmal vier – nicht wie beim vergangenen Mal drei – Objekten sowie die Zusprechung von Anerkennungspreisen an fünf weitere Objekte beweist nochmals, dass herausragende Bauten, auch dank mutiger Bauherren, realisiert werden konnten.

Neben den mit dem Architekturpreis ausgezeichneten Objekten (s. Fotos oben) wurden folgenden Projekten Anerkennungspreise zugesprochen: die Sanierung der Fachhochschule Nordwestschweiz Solothurn von Suter und Partner Architekten, Bern; der Neubau Wohn- und Geschäftshaus Schänzlipark, Solothurn, von Flury und Rudolf Architekten, Solothurn; der Neubau Wohn- und Geschäftshaus Perron 1, Solothurn, von Morger + Dettli Architekten, Basel; die Sanierung des Hochhauses Zurmattenstrasse Solothurn, von Egli Rohr Partner Architekten, Baden, und der Neubau Wohnpavillon Löffelackerweg in Küttigkofen von Dual Architekten, Solothurn.

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