Ursprünglich wollten beide, Pascal André Bucher alias «P.A.B» von der Hip-Hop-Gruppe Panadox und Marlon Winzenried alias «Winzä» ein eigenes Soloalbum aufnehmen. Beide kannten sich bereits gut und so kam man auf die Idee, das Ganze gemeinsam anzugehen. Sie lernten den Produzenten «Z-Cut» kennen, der wirkliches Interesse zeigte. «Er tüftelte manchmal bis spät in die Nacht an unserer Musik, damit wir rechtzeitig fertig wurden», sagt Pascal Bucher. Und es entwickelte sich eine brüderliche Beziehung. «Z-Cut hat viel Erfahrung und war eine grosse Unterstützung. Wir werden in Zukunft bestimmt wieder mit ihm zusammen- arbeiten.»

Themen, die alle betreffen

Für «P.A.B» und «Winzä» war klar, dass das Album kein Untergrundprojekt werden sollte. Sie überlegten sich bei jedem Text ganz genau, ob es die Mehrheit der Leute interessieren würde oder nicht. Daher geht es um Themen, die alle betreffen, wie zum Beispiel beim Song «Irre isch mönschlech». Die Kernaussage des Stücks ist, das man einander vergeben muss, da niemand perfekt ist. Dabei stellen sich die beiden Rapper auf die gleiche Stufe wie die Zuhörer und unterstreichen damit ihre Aussage, dass sie ganz normale Typen seien. Aber pure Objektivität reicht halt doch nicht. «Deswegen haben viele Songs auch einen persönlichen Hintergrund.» Damit die Botschaft auch gut rüber kommt, müsse man sich selbst bleiben.

Oder wie Marlon Winzenried es ausdrückt: « Du kannst keinen guten Rap texten, ohne dass du den Inhalt selber fühlst oder erlebt hast.» Die Grundaussage des Albums sei, dass man keine Vorurteile haben soll. «Musik ohne Klassen», schliesslich sind auch die beiden Rapper zwei verschiedene Typen, der eine arbeitet im Büro, der andere auf dem Bau. Harmonieren tun sie trotzdem. «Winzä» erklärt das so: «Wir wollen den Leuten sagen: Egal was du bist, du bist geil, glaube daran.»

«Ein total bodenständiger Typ»

Auf dem Album sind verschiedene Features vorhanden. Unter anderem mit dem Solothurner Rapper «S-Dee», aber auch mit den Sängerinnen von «Onyx21*». Es war ihnen wichtig, dass sowohl «DJ Spalt», ein alter Freund von Winzenried, als auch «Mickey Bounce» alias Michael Bucher, der Zwillingsbruder von Pascal und Mitglied von Panadox auf dem Album mitwirken. Zum Schluss, und darauf sind die Jungs besonders stolz, nahmen sie sogar ein gemeinsames Stück mit «Masta Killa» vom legendären Wu-Tang Clan auf. Sie seien die ersten Schweizer, die mit der Hip- Hop-Legende zusammenarbeiten konnten. «Eigentlich wollten wir mit Masta ins Wu-Tang Studio nach New York. Wir fanden jedoch keinen passenden Termin.» Somit hätten sie ihm einen Beat geschickt, damit er dazu rappen konnte. «Bei den Amis ist das immer so eine Sache mit den Themen, wenn man sie nicht einschränkt, rappen die meisten einfach davon, wie cool sie sind.» Sie hätten «Masta» das Thema «Freaks» vorgeben. Beim Beat seien sie mehr als üblich auf ihn persönlich eingegangen, damit er auch etwas damit anfangen konnte. Zufrieden sind sie auf jeden Fall, schliesslich hatten sie die Chance, mit einem Jugendidol zusammen zuarbeiten. «Masta Killa» hätte echtes Interesse gezeigt. Und als er in der Schweiz ein Konzert gab, wollte er die zwei sogar Backstage treffen. «Er ist sehr cool und interessant. Und anders als man denkt, ist er ein total bodenständiger Typ.»

Angst vor der Zukunft

Diverse Informationen zu den Personen und zu den geplanten Anlässen findet man auf der Internetseite www.superokey.ch. Die Daten der Plattentaufen, es sind zwei geplant, sowie die Tourdaten sind allerdings noch nicht bekannt.

«Die Zukunft macht uns ein wenig Angst», erklärt Bucher. «Schliesslich werden die Leute beim nächsten Album mehr erwarten. Und ich weiss nicht, ob wir noch besser werden können. Es ist eindeutig einfacher, wenn man noch genügend Potenzial ausschöpfen kann.» Im Moment seien sie aber absolut zufrieden. «Wir können zu 100 Prozent hinter dem Album stehen und sind überzeugt, alles gegeben zu haben». Am Freitag, 25. Februar, erscheint das Album mit dem Namen «Superokey». Und ein Blick in die einschlägigen Internetforen beweist: Bereits jetzt findet das Album grossen Anklang.