Solothurn
Das Märet-Feschtfieber steigt

Die Hitze hat zwar zwei, drei Lücken in die Ausstellerreihen gerissen, doch gestern Mittag war alles bereit für die grosse Sause ohne Brause. Denn Petrus stellt den Hebel für das Märetfescht auf ganz einfach «schön und heiss.»

Wolfgang Wagmann
Merken
Drucken
Teilen
Der Aussichtspunkt aufs Märetfescht schlechthin ist die VIP-Lounge der Narrenzunft Honolulu – hier besetzt mit (v. l.) Gemeinderat Marco Lupi, Stadtschreiber Hansjörg Boll und Urs F. Meyer, Leiter Rechts- und Personaldienst. Wolfgang Wagmann

Der Aussichtspunkt aufs Märetfescht schlechthin ist die VIP-Lounge der Narrenzunft Honolulu – hier besetzt mit (v. l.) Gemeinderat Marco Lupi, Stadtschreiber Hansjörg Boll und Urs F. Meyer, Leiter Rechts- und Personaldienst. Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

«Zmittag hetts ämu scho mau gräblet», weiss der Inhaber des heissesten Arbeitsplatzes am Märetfescht zu erzählen – Peter Studer, Ober der Narrenzunft Honolulu vor dem glühenden Holzkohlegrill. Erste «Hitzeopfer» sind aber anderswo zu beklagen. «Gerade hat ein Standinhaber abgesagt», weiss Märetfescht-OK-Chef Peter Schnetz. Ansonsten sind er und sein Team zufrieden: Der Aufbau hat geklappt, die mehr als 180 Stände sind belegt. Aber wie immer bei solch prächtigem Sommerwetter ist die Stadt am frühen Nachmittag noch wenig belebt. Wer Geschäfte machen will, muss die kühleren Abendstunden abwarten.

Hoffen auf Familien

Noch am ehesten interessieren sich kleinere Grüppchen oder Einzelpersonen für das originelle Angebot der Trödler oben in der Hauptgasse Richtung Baseltor. «Wobei die Zeiten auch nicht mehr dieselben wie früher sind», erinnert sich mit Peter «Beppo» Wälchli ein «Märetfescht-Urgestein noch an Zeiten, als er seine Ansichtskarten auf dem Trödelmarkt drüben im Rollhafen feilgeboten hatte. «Damals galt Solothurn neben Aarberg oder Le Landeron als einer der führenden Brocante-Märkte der Schweiz», überblickt er die noch 17 Stände seiner Zunft insgesamt – 20 wären eigentlich angemeldet gewesen.

Die Hitze ist das Thema Nummer eins, ob das Wetter hält, diesmal gar keine Frage. Natürlich füllen sich die Gassen und Plätze mit ihren unzähligen Bars, Beizli und Restaurants sowie den Hotspots auf dem Kloster- und Märetplatz am Abend zusehends mit gut gelaunten Festgästen – doch OK-Chef Peter Schnetz wirkt in der Startphase zum Grossanlass doch leicht angespannt: «Hoffentlich kommen die Familien mit ihren Kindern am Samstagnachmittag zu Simon Fankhauser und seinem Pumpelpitz – es wäre schade um die Super-Show.»