Das «Chüngelimagazin» in Solothurn wird durch den Kanton für 1,7 Mio. Franken vor allem energetisch auf Vordermann gebracht. Bisher war das imposante Haus mit seinen rot-weissen Fensterläden auch bekannt als ein Teil der «Staatsgarage», weil früher die Kantonspolizei ihre Streifenwagen eingestellt hatte.

Zwischenlager während Umbau des Alten Zeughauses

Zuletzt teilten sich die Kantonsarchäologie, das Amt für Wald, Jagd und Fischerei sowie das Museum Altes Zeughaus die Räumlichkeiten. Letzteres unterhielt im Obergeschoss vor allem ein Atelier für die Reparatur von Lederteilen. «Neuer Hauptnutzer wird nach dem Umbau, der bis Ende 2013 erfolgt ist, das Museum Altes Zeughaus sein», bestätigt auf Anfrage Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli.

Einerseits soll das geschützte «Chüngelimagazin» Ateliers, aber auch Räume für Ausstellungen anbieten, wenn das Alte Zeughaus umgebaut wird. Andererseits soll der Garagentrakt unten im Burrisgraben als Depot für überzählige Geschütze des Zeughauses dienen. «Nein, die Kanonen auf der Krummturmschanze sind damit nicht gemeint», betont Mäusli. Um das Raumklima so zu verbessern, dass beispielsweise Rüstungen nicht gleich rosten, werde das Dach isoliert und «auch neue Fenster werden eingebaut».

Haus aus dem Jahre 1711

Das imposante Haus mit seinem Walmdach wurde 1711 unmittelbar nach dem Schanzenbau als Magazin für Schanz- und sonstiges Kriegsgerät errichtet und 1776 umgebaut und aufgestockt. Weitere Innenumbauten mit dem Einbau von Betondecken erfolgten 1933 und 1945.