Ein ausgebrannter Dachstock, grosser Wasser- und Sachschaden – doch keine Verletzten. Dies die Bilanz nach einem Brand im Mehrfamilienhaus an der Burgunderstrasse 8. Der Brand war gemäss Polizei-Sprecherin Thalia Schweizer kurz vor 5 Uhr gemeldet worden. Die Bewohner des Dachstocks, zwei junge Männer, hatten selber Alarm geschlagen. Während mehrerer Stunden stand die Pikettabteilung der Stützpunktfeuerwehr Solothurn mit rund 50 Frauen und Männer im Einsatz. Dabei hatten sie nicht nur mit dem Feuer zu kämpfen, sondern auch mit dem Wind, der die Glut immer wieder von Neuem entfachte. War das Feuer an einem Ort gelöscht, züngelten die Flammen andernorts wieder zwischen Dachbalken und Hohlräumen in den Wänden hervor. «Das macht die Situation relativ kompliziert», sagte Feuerwehrkommandant Martin Allemann vor Ort. Die Einsatzkräfte bekämpften den Brand deshalb sowohl von innen aus der Wohnung heraus als auch über einen Autokran aus der Luft. «Das ist ungewöhnlich», sagte Allemann. «Es ist aber nötig, damit wir an den Brandherd gelangen und das Feuer effizient bekämpfen können.»

Haus vorläufig unbewohnbar

Die Löschaktion aus der Luft brachte jedoch mit sich, dass die Wohnungen nahezu «geflutet» wurden und grosser Wasserschaden entstand. Auch die beiden Wohnungen im Parterre und im ersten Stock wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Ein junger Mann aus dem ersten Stock, der erst vor ein paar Monaten ins Haus eingezogen war, stand gestern Morgen machtlos vor dem Gartenzaun und starrte hinauf zum Dach in die Flammen. «Wir wurden von der Feuerwehr aufgeschreckt und aus der Wohnung geholt.»

Später sei er noch einmal hineingegangen, obwohl im die Feuerwehr davon abgeraten hatte. «Aber ich musste doch zumindest mein «Büsi« rausholen.» Die jungen Männer aus der ausgebrannten WG im Dachstock, «beides nette Typen», wie er sagt, kenne er nicht näher. Die beiden wurden zwecks Gesundheits-Check von Sanitätern untersucht und sind wohlauf. Auch sonst wurde niemand verletzt.

In den gefluteten Wohnungen hat die Feuerwehr nun Sägemehl gestreut. Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Nachbarliegenschaften links und rechts hatte der Brand Konsequenzen: Sie mussten sicherheitshalber vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.