Das digitale Angebot wird immer mehr genutzt

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Auch für die Bibliotheken gelten coronabedingte Einschränkungen: Die Zentralbibliothek Solothurn bleibt zwar offen, Medien können weiterhin ausgeliehen werden, der Aufenthalt der Nutzerinnen und Nutzer sei aber möglichst kurz zu halten. Daher bleiben der Lesesaal und die Arbeitsplätze geschlossen, Zeitschriften werden keine zur Verfügung gestellt. Diese Einschränkungen schlagen sich auch auf die Zutrittszahlen aus: Im letzten Jahr wurden 34 Prozent weniger Zutritte vermeldet, als noch im Jahr 2019. Nach der kompletten Schliessung im Frühling seien die Leute schnell wieder zurückgekehrt, aber sie haben sie mit Zurückhaltung genutzt. Während der Schliessung konnten Medien im Internet oder telefonisch bestellt werden. Die Bücher wurden entweder in der Bibliothek abgeholt oder direkt zugestellt. Trotzdem seien dieses Jahr, bis zur Umstellung des Systems Anfang Dezember, nur 163793 physische Medien ausgeliehen worden, das sind 76629 weniger als im vorangegangenen Jahr. Auffallend sei, dass die digitalen Medien jedes Jahr mehr genutzt werden. Letztes Jahr wurden auf 39312 digitale Medien, Musik und Literatur, zugegriffen, 2019 waren es noch 29121. «Vor den Sommer- und Weihnachtsferien sehen wir einen starken Anstieg bei der Ausleihe von E-Books», sagt Direktorin Yvonne Leimgruber. «Für andere bleibt das haptische Erlebnis wichtig: In den Regalen stöbern und das Buch beim Lesen in den Händen halten.»

«Seit die Ausleihe gratis ist, hat es keinen ‹Hype› geben und wir haben nicht mehr Nutzer», so Leimgruber. Doch dieses neue Angebot habe sich just mit den neuen Einschränkungen überschnitten, so sei es jetzt noch zu früh, deren Auswirkungen abzuschätzen. (jfr)