Feldbrunnen-St.-Niklaus

Das bisher fetteste der fetten Jahre

Heute sind die Bahnübergänge mit Andreaskreuz und Blinklicht gesichert. Hanspeter Bärtschi

Heute sind die Bahnübergänge mit Andreaskreuz und Blinklicht gesichert. Hanspeter Bärtschi

Feldbrunnen-St.-Niklaus erzielte im Jahr 2010 einen aussergewöhnlich hohen Ertragsüberschuss. Verantwortlich für das ausserordentliche Rechnungsergebnis sind nicht voraussehbare Steuererträge aus den Vorjahren.

«Die Rechnung 2010 zeigt ein aussergewöhnliches Spitzenjahr auf.» Gemeindepräsident Rolf Studer freute sich an der Gemeindeversammlung über den Rechnungsabschluss. Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass nach den «fetten» immer wieder «magere» Jahre folgen würden. Der Gemeinderat werde deshalb auch künftig sorgsam mit dem Geld umgehen.

Verantwortlich für das ausserordentliche Rechnungsergebnis sind nicht voraussehbare Steuererträge aus den Vorjahren. Nicht ohne Stolz erklärte Rolf Studer, dass der Bruttosteuerertrag pro Kopf 6598 Franken betrage. Der Selbstfinanzierungsgrad sei auf 161 Prozent geklettert und aus einer Nettoschuld von 1605 Franken im Jahr 2007 wurde nun ein Nettovermögen von 1654 Franken pro Einwohner.

Die Laufende Rechnung zeigt einen Gesamtertrag von 7,874 Mio. Franken, der Cash Flow beläuft sich auf 2,11 Mio. Franken. Mit dem Überschuss werden diverse Vorfinanzierungen getätigt. So ergibt sich schliesslich ein Ertragsüberschuss von 839161 Franken, der dem Eigenkapital zugewiesen wird. Im Weiteren wurde im vergangenen Jahr auch investiert. Es werden Nettoinvestitionen von 1,31 Mio. Franken ausgewiesen.

Tagesstrukturen werden überführt

Nach vier Jahren werden die Tagesstrukturen in die Gemeindeorganisation eingebunden. Bisher war ein privater Trägerverein dafür verantwortlich. Dessen Präsident Rolf Steiner liess per Mail aus den Ferien ausrichten, dass der Verein eine Überführung als sinnvoll erachte. Die Einführung sei erfolgreich abgeschlossen. Emanuel Weibel (Vize-Gemeindepräsident und ebenfalls Mitglied des Vorstandes des Trägervereins) erklärte, die Tagesstrukturen seien eine Erfolgsgeschichte und würden von den Eltern geschätzt. Das Personal, das die Kinder betreut, wird weiter beschäftigt, zu den gleichen Bedingungen wie heute.

Die Gemeindeverwaltung werde die Administration übernehmen und die Schulleitung die übrigen Aufgaben. Das ergebe einen kleinen finanziellen Mehraufwand. «Dafür hat der Verein alle Vorarbeiten gratis geleistet. Andere Gemeinden mussten diese teuer einkaufen», so Weibel. Eine grosse Mehrheit der 28 anwesenden Stimmberechtigten folgte dem Antrag des Gemeinderates, zwei Personen stimmten dagegen, zwei enthielten sich der Stimme.

Einstimmig wurde der Betrag von total 111901 Franken für die «Sonderförderung kultureller und sozialer Aufgaben» genehmigt. Ebenso ein ausserordentlicher Beitrag von 150000 Franken für die Spezialfinanzierung Wasserversorgung.

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