Wahlkampfanlass
Bundesrat Burkhalter ohne Boot, aber mit Charme unterwegs

FDP-Bundesrat Didier Burkhalter besuchte die Solothurner Freisinnigen in derPisoni-Turnhalle in Zuchwil. Der Neuenburger Bundersrat fand lobende und anerkennnde Worte die Solothurner und Solothurnerinnen. Und natürlich auch für seine Parteigenossen.

Stefan Frech
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Wahlkampfanlass der FDP in Zuchwil (7. September 2011)
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FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil
FDP-Wahlkampfanlass mit Bundesrat Burkhalter in Zuchwil

Wahlkampfanlass der FDP in Zuchwil (7. September 2011)

Solothurner Zeitung

«Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen.» Ein trockenes Thema für eine Veranstaltung, die die Freisinnigen für den Wahlkampf «heiss» machen und ein paar Neuwähler bringen sollte? Die Antwort: ein bisschen Ja, aber grösstenteils Nein. Vor allem dank FDP-Bundesrat Didier Burkhalter, der gestern Abend in der Pisoni-Turnhalle in Zuchwil den trockenen, gesundheitspolitischen Inhalt seiner Rede mit spontanen, witzigen Einschüben würzte.

Der Neuenburger zerstreute sogleich den Verdacht, dass er und seine Frau Friedrun auf dem Weg nach Solothurn ein paar Gläser Wein gekippt hätten – wie damals die Neuenburger Schiffer auf der Aare – und jetzt also «sur Soleure» (betrunken) seien.

«Nüchtern hierher gekommen»

«Ich versichere Ihnen: Meine Frau und ich sind nicht mit dem Boot und nüchtern hierher gekommen.» Nüchtern war also der Landesvater, aber alles andere als trocken. Burkhalter versprühte Charme und schmeichelte den rund 150 Solothurner Freisinnigen im Saal: Die FDP sei die stärkste Partei in den Gemeinden. Er sei also zuversichtlich, dass die Kantonalpartei bei den Wahlen gut abschneidet.

Auch für alle anderen Solothurnerinnen und Solothurner fand der Bundesrat anerkennende Worte: Aus den wirtschaftlichen Krisen der Vergangenheit habe sich der Kanton stets wieder auf beeindruckende Weise auf den Pfad des Erfolges zurückgekämpft. «Solothurn war immer auf die Chancen fokussiert, nicht auf die Probleme. Diese Einstellung gefällt mir sehr!» Diese zupackend-optimistische Art brauche es auch in den Debatten über das schweizerische Gesundheitssystem. Und schon war Burkhalter beim trockenen Teil seiner Rede angelangt. Er zeigte die Strategie auf, wie der Bundesrat das Gesundheitswesen zu mehr Effizienz führen will.

Versicherer versprechen Seriosität

Alles andere als trocken war dann wieder die anschliessende Podiumsdiskussion zur neuen Spitalfinanzierung. Am Gespräch unter der Leitung von Beat Nützi (Chefredaktor Oltner Tagblatt) nahmen teil: Kurt Altermatt (Direktionspräsident Solothurner Spitäler AG), Kurt Fluri (FDP-Ständeratskandidat), Stefan Kaufmann
(Direktor santésuisse) und Sigrun Kuhn-Hopp (Präsidentin Spitex Verband Kanton Solothurn). Alle stellten sich hinter das neue Fallpauschalen-System und sind zuversichtlich, dass es 2012 in Kraft treten kann. Die Spitäler wehren sich zurzeit dagegen, dass sie Patientendaten an die Krankenkassen übermitteln müssen. Kaufmann versicherte, dass die Kassen seriös mit den Daten umgehen werden. Eindeutig war auch die Antwort auf eine Frage aus dem Publikum: Kaufmann, Altermatt und Kuhn empfahlen den Versicherten, vorerst an der Zusatzversicherung für die freie Spitalwahl festzuhalten.