Bürgergemeinde
Waldbegehung in Grenchen: Themen so vielfältig wie der Wald selbst

Die Bürgergemeinde Grenchen lud am Wochenende zur traditionellen Waldbegehung. Zur Sprache kamen Klimawandel, Neophyten, Dauerwald und Abfallberge. Zudem wurden den Anwesenden moderne Holzernte-Maschinen vorgeführt.

Peter Brotschi
Drucken
Teilen
Die illegale Abfallentsorgung im Grenchner Wald, wie hier am Dählenbrüggliweg, hat zugenommen.

Die illegale Abfallentsorgung im Grenchner Wald, wie hier am Dählenbrüggliweg, hat zugenommen.

pbg

Eine Vielfalt von Themen präsentierte die Bürgergemeinde Grenchen an ihrer traditionellen Waldbegehung am Wochenende. So kamen Klimawandel, Neophyten, Dauerwald und Abfallberge am rund dreistündigen Rundgang zur Sprache. Zudem gab es eine spannende Demonstration moderner Holzernte-Maschinen. Eduard Sperisen, Präsident der Bürgergemeinde Grenchen, konnte eine sehr grosse Schar Interessierter beim Forstwerkhof begrüssen, der im Volksmund besser bekannt ist als Holzerhütte.

Unter den Gästen befand sich Kantonsoberförster Rolf Manser. Für Förster Patrik Mosimann war es bereits die 27. Waldbegehung, die er bei der Grenchner Bürgergemeinde leistete. Er verwies darauf, dass der Wald nach dem Sturm Burglind von Anfang 2018 drei schwierige Jahre mit trockenen Sommern zu bewältigen hatte. Heuer sei glücklicherweise eine Wende eingeläutet worden, der viele Regen und die kühle Witterung haben ihm eine Verschnaufpause ermöglicht.

Neuphytenbekämpfung und Klimawandel

Japanischer Staudenknöterich, drüsiges Springkraut, Riesenbärenklau, Kirschlorbeer sind Beispiele von Neophyten, die im Grenchner Wald seit 2006 aktiv bekämpft werden. Durch das alljährliche konsequente Vorgehen sowie der Dauerwaldbewirtschaft mit den zumeist beschatteten Waldflächen habe man laut Mosimann «die Sache im Griff.»

Der Förster zeigte weiter auf, dass die Bewirtschaftung mit dem Dauerwald das einzig richtige sei mit Blick auf den Klimawandel. Als Beispielbaum nannte er die Douglasie, die als sturmfest gilt und auch mit Trockenheit umgehen kann. Am Banneggweg gibt es einige wunderschöne Exemplare dieses Nadelbaums zu bestaunen. Im Ittenberg, zuhinterst im Hufeisen, zeigten die beiden Forstunternehmungen Gebrüder Flury sowie Ehrenbolger und Suter moderne Holzernte-Maschinen im Einsatz.

Aktuelle Nachrichten