Kultur

Braucht es eine Kultur-Plattform für die Region?

Solopool will die Informationen zu Kultur-Anlässen im Kanton Solothurn auf einem Portal bündeln

Solopool will die Informationen zu Kultur-Anlässen im Kanton Solothurn auf einem Portal bündeln

Mitte Januar lancierte die Arbeitsgruppe Kulturagenda von «Solopool» eine Umfrage. Bis Ende März will man so in Erfahrung bringen, welche Informationen über kulturelle Ereignisse sich die Bevölkerung wünscht.

Was nützt das facettenreichste Kulturangebot, wenn es nicht entsprechend beworben wird? Diese Frage hat auch die Arbeitsgruppe Kulturagenda der Vereinigung hiesiger Kulturveranstalter Solopool beschäftigt, als sie sich daran setzte, eine Infoplattform für die Kultur der Region anzudenken: «Wir haben in unserer Kulturregion ein äusserst attraktives Angebot», betont Jürg Wirz, Mitglied der AG Kulturagenda.

Demgegenüber haben aber aus Sicht der Gruppe Sachzwänge wie beispielsweise Spardruck in der Medienlandschaft dazu geführt, dass die Kulturberichterstattung in den Hintergrund gerückt sei. Berichte über das lebendige, vielfältige Kulturleben von Stadt und Region, so lässt «Solopool» verlauten, seien aber erforderlich, um dieses am Leben zu erhalten. Damit werde auch ein Beitrag für eine attraktivere Wirtschafts- und Wohnregion geleistet. Am Ausgangspunkt stand die Frage: «Ist in der Region eine neue Informationsplattform gefragt?»

Erste Befragung vielversprechend

Ende 2010 hatte die Arbeitsgruppe, welcher neben Wirz auch noch Pipo Kofmehl, Heinz Urben, Fabian Gressly, Lucilia Mendes von Däniken und Ivo Hutzli angehören, bereits ihre Fühler bei über 100 Kulturveranstaltern der Region ausgestreckt und eine Erhebung durchgeführt, ob sie eine solche Plattform begrüssen würden und sich allenfalls daran beteiligten würden.

Fazit: Neun von zehn Befragten meldeten damals den Wunsch nach einer Infoplattform im Bereich Kultur an – ungeachtet dessen, wie man eine solche Dienstleistung geografisch eingrenzen würde. Insbesondere stark sei dieses Anliegen in der Region Grenchen.

Bedarf und Bedürfnis berücksichtigen

In der zweiten Phase wurde nun auf der Webseite www.solopool.ch ein Fragebogen publiziert, der sich an die Kultur«konsumenten» richtet. Damit soll erhoben werden, wie dringend eine solche Kulturagenda erscheint, wie sie sich finanzieren lässt, auf welches Einzugsgebiet sie sich erstrecken müsste und in welcher – digitaler oder papierenen – Form sie erscheinen könnte. Die Umfrage läuft bis 31. März, ihre Resultate werden nach der zweiten Kulturnacht am 30. April vorgestellt.

Entsprechend der noch ausstehenden Ergebnisse hat die Arbeitsgruppe das Vorhaben auch noch nicht weiter konkretisiert: «Wir möchten ein allfälliges Konzept bedarfs- und bedürfnisgerecht aufbauen, deshalb auch die Umfrage. Danach erst gehen wir auf Basis der Erkenntnisse zur Konzeptphase über», erläutert Jürg Wirz.

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