Olten
Brandstifter Andres Z. wollte nicht zum Arzt

Andres Z., der Brandstifter von St. Ursen, verweigerte sich 2009 – nach seinem versuchten Anschlag auf einen SBB-Zug – einem psychiatrischen Gutachten.

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Andres Z. präsentiert der spätere Brandstifter seine geomatrische Figur «Tolerant».

Andres Z. präsentiert der spätere Brandstifter seine geomatrische Figur «Tolerant».

Fabian Saner

Darauf war ein solches nur gestützt auf die Akten erstellt worden, wie der Solothurner Oberstaatsanwalt Felix Bänziger auf Anfrage bestätigt. Dies sei zwar nicht der Idealfall, «aber nicht aussergewöhnlich und auf jeden Fall besser als nichts», bringt es Bänziger auf den Punkt. Zuletzt befasste sich das Amt für soziale Sicherheit mit Andres Z. Am Dienstag sprachen die Behörden an einer Medienkonferenz von einem geplanten zweiten Gutachten.

Eine therapeutische Massnahme kann laut Bänziger nur aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens angeordnet werden und grundsätzlich im Rahmen des Endentscheids (Strafbefehl oder Urteil). Was nach der jüngsten Tat mit Z. passiert, entscheiden die Behörden am Freitag: Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr kommt gemäss Strafprozessordnung nur zum Zuge, wenn der Täter mehrere schwere Straftaten mit erheblicher Gefährdung begangen hat. Eine Voraussetzung, die nach der Brandlegung gegeben sein müsste. (UMS.)

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