Kriegstetten
Brand in Kriegstetten: «Es regnete Feuerbrocken aufs Dach»

Beim Scheunenbrand in Kriegstetten wäre auch fast das Restaurant Ueli der Pächter niedergebrannt. Es fehlte nur wenig und das Restaurant wäre ein Raub der Flammen geworden.

Christof Ramser
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Herbert Kaufmann (l.) und Ruedi Wyss griffen selber zu Leiter und Gartenschlauch und schützten das Restaurant Ueli der Pächter in Eigeninitiative. crs Herbert Kaufmann (l.) und Ruedi Wyss griffen selber zu Leiter und Gartenschlauch und schützten das Restaurant Ueli der Pächter in Eigeninitiative. crs

Herbert Kaufmann (l.) und Ruedi Wyss griffen selber zu Leiter und Gartenschlauch und schützten das Restaurant Ueli der Pächter in Eigeninitiative. crs Herbert Kaufmann (l.) und Ruedi Wyss griffen selber zu Leiter und Gartenschlauch und schützten das Restaurant Ueli der Pächter in Eigeninitiative. crs

Solothurner Zeitung

Fast eine Woche ist vergangen seit dem Scheunenbrand in Kriegstetten. Doch noch immer ist Herbert Kaufmann aufgewühlt, wenn er an die Brandnacht zurückdenkt. Kaufmanns Sohn, Kim Kaufmann, ist der Wirt des Restaurants Ueli der Pächter, das am Freitagabend auch beinahe den Flammen zum Opfer fiel. «Da fehlte ganz wenig», sagt Kaufmann.

Es brennt ihm auf der Zunge, die Geschichte so zu erzählen, wie er sie erlebt hat. «Ich will die Feuerwehr nicht kritisieren», sagt er, «aber am Anfang waren sie wohl etwas überfordert.» So hätten die Flammen auf dem Plexiglasdach hinter dem «Ueli» schon gezüngelt, als die Feuerwehrschläuche noch ausschliesslich auf die brennende Scheune gerichtet waren. Davon zeugen die Brandlöcher im Dach.

Diverse Schäden am Gebäude

«Das Vorgehen der Feuerwehr war sicher richtig», sagt Kaufmann. Trotzdem bangte er um das Restaurant seines Sohnes. Zusammen mit Ruedi Wyss, der im gleichen Haus das Dancing Ali Baba betreibt, und Remo Büttler griff er beherzt selber zur tragbaren Leiter, zum Gartenschlauch und zum Feuerlöscher.

Ruedi Wyss kletterte aufs Dach und bekämpfte das Feuer von oben. «Das war sicher die richtige Entscheidung. Sonst wäre das Haus wohl innert Minuten in Flammen aufgegangen», sagt Wyss. Wie bei einem Vulkan seien die Feuerbrocken und Ziegel von oben auf das Dach geknallt.

Nach einer Weile schoss endlich ein Wasserstrahl in hohem Bogen über das Dach und spritzte Herbert Kaufmann nass – die Feuerwehr hatte ihre Aufmerksamkeit nun auch auf die umliegenden Gebäude gelenkt. Trotzdem: Die Fassade des Restaurants Ueli der Pächter ist verrusst, Fenster sind zersprungen, das Plexiglasdach und das grosse Schild an der Fassade wurden durch die grosse Hitze beschädigt.

Nur ein Teil werde von der Gebäudeversicherung bezahlt, da nicht alles in der Police aufgeführt sei, sagt Kaufmann. Wichtiger als der grosse Schaden sei, dass das Restaurant weiterbetrieben werden kann.

Seit heute sucht Brandermittler Stefan Hofer intensiv nach der Brandursache – denn nun fahren Bagger auf und brechen die Überreste der alten Scheune ab. «Vorher konnten wir das Gelände wegen Einsturzgefahr nicht betreten», sagt Hofer.

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