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Blitzeis: Über 40 Unfälle im Kanton Solothurn

In der Nacht auf Donnerstag haben Regen und Kälte grosse Teile des Kantons Solothurn in ein einziges Eisfeld verwandelt. Bei zahlreiche Unfällen entstand Sachschaden. Auch in den Spitälern sorgte das Blitzeis für Hochbetrieb.

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Glatteis im Kanton Solothurn
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Verkehrsunfall in Fulenbach
Verkehrsunfall in Biberist

Glatteis im Kanton Solothurn

Polizeifoto

Der erste Unfall wurde um 4.17 Uhr bei der Alarmzentrale der Polizei Kanton Solothurn gemeldet, wie diese in einer Mitteilung schreibt.

Ein Personenwagen war auf der Autobahn A5 bei Grenchen mit der Leitplanke kollidiert. Bis um 9.15 Uhr kam es auf der A5 zu drei weiteren Verkehrsunfällen. Ein Lastwagen kippte auf die Seite. Wegen der Bergungsarbeiten war die Ausfahrt Richtung Solothurn für längere Zeit gesperrt.

Im Bereich des Anschlusses Solothurn West kollidierten ebenfalls mehrere Fahrzeuge mit den Leitplanken. Auch diese Ein- und Ausfahrten mussten kurzzeitig gesperrt werden. Auch der Birchi-Tunnel musste zeitweise gesperrt werden.

Auf der Autobahn A1 kam es in Kriegstetten, Oensingen und Luterbach zu insgesamt vier Selbstunfällen mit Personenwagen.

Auf dem übrigen Strassennetz in der Region Grenchen, Solothurn, Wasseramt ereigneten sich insgesamt 13 Verkehrsunfälle wobei Blechschäden entstanden.

Auch aus den Bezirken Thal-Gäu und Olten-Gösgen gingen mehrere Verkehrsunfallmeldungen bei der Alarmzentrale der Polizei ein, wobei ebenfalls Sachschäden zu verzeichnen waren.

Zwischen 4.17 Uhr und 9.15 Uhr wurden bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei rund 40 Verkehrsunfälle gemeldet. Ab 9 Uhr hatte sich die Verkehrslage gemäss der Polizei wieder normalisiert.

Auch bei den Solothurner Spitälern herrschte wegen des Blitzeises teilweise Hocbetrieb. Im Bürgerspital wurden bis Mittag rund 40 Patientinnen und Patienten eingeliefert. Weniger Glatteis und damit auch weniger Notfallpatienten gab es im Kantonsspital Olten. Und im Spital Dornach merkte man gar nichts, da bereits am Morgen der Föhn erinsetzte und für wärmere Verhältnisse sorgte, wie die Solothurner Spitäler AG mitteilte.

Die häufigsten Verletzungen waren Frakturen der Beine und Arme. «Die meisten Patienten sind diesen Morgen auf dem Eis ausgerutscht und gestürzt, rund ein Drittel waren Verkehrsunfälle», sagte Pascal Huber, Leiter der Notfallstation Bürgerspital Solothurn. (bau)