Sex-Beichte

Bischof Gmür fordert: Sex-Pfarrer Okeke soll gehen

Pfarrer Paul Okeke soll Kappel verlassen, fordert Bischof Gmür (Archivbild)

Pfarrer Paul Okeke soll Kappel verlassen, fordert Bischof Gmür (Archivbild)

Der Solothurner Bischof Felix Gmür hat den Pfarrer von Kappel, Paul Okeke, zur Demission aufgefordert. Okeke hatte diese Woche öffentlich ein sexuelles Verhältnis mit einer verheirateten Mitarbeiterin eingestanden.

Felix Gmür erwartet, dass Okeke seine Demission bis zum kommenden 14. April vorlegen wird, heisst es einer Mitteilung des Bischöflichen Ordinariats Solothurn vom Donnerstagabend. Sollte Okeke nicht einlenken, wird Gmür wohl ein Amtsenthebungsverfahren einleiten.

Mit der sexuellen Beziehung zu einer ihm unterstellten Pfarreimitarbeiterin - gemeint ist Sekretärin Susanne Rippstein - habe Okeke sein Position als Seelsorger und als Vorgesetzter ausgenutzt und die Zölibatsregel verletzt, begründet Gmür sein Vorgehen. Ausserdem habe Okeke bei seiner Wahl zum Pfarrer von Kappel das intime Verhältnis zu seiner Mitarbeiterin verschwiegen.

Dem Bischof sei bewusst, dass die Gläubigen von Kappel eine schwierige Zeit erleben, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Regelung der künftigen seelsorgerischen Betreuung der Pfarrei werde von ihm und seinen Mitarbeitern deshalb prioritär behandelt.

Pfarrer Okeke nimmt, offenbar auf eigenen Wunsch, bis zum 14. April eine Auszeit.

Der 32-Jährige Okeke hatte zuvor eine beachtliche Karriere hingelegt. Erst vor zehn Jahren war er von seinem Heimatland Nigeria nach Österreich gezogen und hat dort erfolgreich Studien der Theologie und der Philosophie abgeschlossen. Im August 2009 wurde er vollamtlicher Pfarrer in Kappel.

Okeke hat das frühere Verhältnis zur Sekretärin diese Woche in der Zeitung «Blick» öffentlich eingestanden. (bau)

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