«Unsere Arbeit ist bodenständig und gut», ist Konrad Imbach. Präsident des Bürgergemeinden und Waldeigentümer Verbandes (BWSo) überzeugt. Im internationalen Jahr des Waldes habe der Verband und seine Mitglieder mit vielen Aktivitäten die Bevölkerung aber auch die Politik angesprochen. Das Jahr sei genutzt worden, um den Wald in all seinen Facetten zu zeigen und seine Bedeutung hervor zu streichen.

Strittige Rechtsform

Imbach orientierte an der Generalversammlung in Breitenbach, dass sich der BWSo intensiv mit dem Problem der Rechtsfähigkeit der Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) befasst habe. Unter Beizug eines Anwaltes seien mit dem Ambulanten Gesundheitsmanagement und dem Amt für Wald, Jagd und Fischerei, Abteilung Wald Gespräche geführt worden. Der BWSo unterstütze eine Anpassung der Rechtsformen von FBG bis ins Jahr 2018 an das geltende Recht. Er vertrete aber auch ganz dezidiert die Meinung, dass bis zu diesem Zeitpunkt insbesondere die Vergabe von Investitionskrediten an FBG wieder möglich sein müsse.

Gut angelaufen ist laut Imbach die OdA Wald BL/BS/SO, eine gemeinsame Kommission des Waldwirtschaftsverbandes beider Basel und des BWSo, welche die Ausbildung der Lernenden organisiere und begleitet. Seit der Generalversammlung im letzten Jahr habe der Vorstand/Ausschuss in fünf Ausschuss- und drei Vorstandssitzungen die anfallenden Geschäfte vorbereitet, diskutiert, Beschlüsse gefasst und umgesetzt.

Hohe Ausgaben für Berufsbildung

Die 91 anwesenden Delegierten genehmigten einstimmig den Jahresbericht sowie die mit einem Gesamtertrag von 468 939 Franken mit einem Verlust von 18 274 Franken abschliessende Jahresrechnung 2010. Der Verlust resultiere vor allem wegen sehr hoher Ausgaben für die Berufsbildung. Budgetiert worden war ein Verlust von 24 430 Franken. Einstimmig genehmigt wurde auch die sich wegen der Neuregelung des Einzugs für Waldwirtschaft Schweiz aufgedrängte Anpassung der Statuten sowie das Tätigkeitsprogramm 2012.

Frank Ehrsam, Nuglar-St. Pantaleon, Mitglied des Verwaltungsrates der Forstbetriebsgemeinschaft Dorneckberg-Nord, wurde einstimmig als neues Vorstandsmitglied und Vertreter des Bezirks Dorneck des BWSo gewählt. Edgar Kupper, Präsident der Bürgergemeinde Laupersdorf und Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft Laupersdorf-Matzendorf wurde einstimmig als neues Vorstandmitglied und Vertreter des Bezirks Thal gewählt. Ernst Lanz, Gänsbrunnen, wurde infolge Rücktritt für seine Verdienste während acht Jahren als Mitglied des Leitenden Ausschusses und des Vorstandes des BWSo gewürdigt und verabschiedet.

Lob von Gästen

«Die Leistungen für den Wald werden vielfach nicht wahrgenommen», bedauerte Regierungsrätin Esther Gassler. Sie bescheinigte dem Verband aber «gute, gelungene Aktivitäten» im Wald. «In Sachen Wald sind die Solothurner wahre Musterknaben», lobte der Visper Georges Schmid, Vorstandsmitglied des schweizerischen Verbands der Bürgergemeinden. Von Solothurner Musterknaben sprach auch Bruno Röösli vom Bundesamt für Umwelt in seinem Referat zur «neuen Waldpolitik 2020» des Bundes.