Balsthal
Bei 29 Objekten ist der Lärm zu gross

Dass die Anwohner der Lindenallee, der Falkensteinerstrasse und der Herrengasse von früh bis spät dem Verkehrslärm ausgesetzt sind, kann man sich gut vorstellen. Kein Wunder also, dass dieser Teil der Kantonsstrasse als sanierungsbedürftig gilt.

Peter Wetzel
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In der Herrengasse kann der Verkehrslärm für die Anwohner nur durch eine Belagssanierung und mit Schallschutzfenstern vermindert werden. PWB In der Herrengasse kann der Verkehrslärm für die Anwohner nur durch eine Belagssanierung und mit Schallschutzfenstern vermindert werden. PWB

In der Herrengasse kann der Verkehrslärm für die Anwohner nur durch eine Belagssanierung und mit Schallschutzfenstern vermindert werden. PWB In der Herrengasse kann der Verkehrslärm für die Anwohner nur durch eine Belagssanierung und mit Schallschutzfenstern vermindert werden. PWB

Solothurner Zeitung

Vom 13. Juni bis 12. Juli lag ein vom Büro BSB + Partner (Oensingen) verfasster Bericht eines Lärmsanierungsprojektes (LSP) öffentlich auf. Dieser gibt detailliert Auskunft über die Lärmbelastung sowie die Art und Wirksamkeit der geplanten Sanierungsmassnahmen vom Kreisel Thalbrücke bis zur Einmündung der Litzigasse in die Herrengasse.

Besserung durch Strassenbelag

Eine Herabsetzung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h als mögliche Lärmschutzmassnahme wird im Bericht nicht empfohlen, weil der Strassenzug als Teil der Hauptverkehrsachse durch Balsthal dient. Der bestehende Belag aber soll durch einen Lärm mindernden Belag ersetzt werden. Die Wirkung dieser Massnahme wurde im LSP bereits berücksichtigt.

Der Bau von Schallschutzwänden konnte aus verschiedenen Gründen (Ortsbildschutz, Wohnqualität, Gewerbenutzung usw.) nur bei einer Liegenschaft empfohlen werden. Bei 48 Gebäuden und Parzellen werden Erleichterungen beantragt. Solche Erleichterungen kann die Vollzugsbehörde gewähren, wenn die Sanierung zum Beispiel unverhältnismässige Betriebseinschränkungen oder Kosten verursachen würde. Wo die Alarmwerte bis ins Jahr 2030 bei gewährten Erleichterungen erreicht werden, sind die Fenster lärmempfindlicher Räume zum Beispiel mit dem Einbau von Schallschutzfenstern gegen Lärm zu dämpfen. Dies trifft gemäss Bericht auf 19 Gebäude zu. Die Sanierungspflicht ist abhängig vom Zeitpunkt der Erschliessung des Grundstückes und vom Datum der Baubewilligung.

Zunehmend: Verkehr und Lärm

Bis zu dem für die Lärmsanierung berücksichtigten Beurteilungshorizont im Jahr 2030 wird angenommen, dass der Verkehr auf dieser Achse und somit auch die Lärmbelastung um jährlich 1,5 Prozent zunehmen. Die Grenzwerte werden 2030 voraussichtlich bei 24 Liegenschaften mit 102 betroffenen Personen überschritten sein. Die Alarmwerte werden bei 34 Gebäuden mit ungefähr 177 Betroffenen erreicht oder überschritten sein.

Die voraussichtlichen Kosten des Lärmsanierungsprojektes betragen rund 931000 Franken. Hauptbrocken sind die Kosten für den Einbau von Schallschutzfenstern sowie der Einbau eines Lärm mindernden Strassenbelags.