Begegnungszone oder Tempo 30?

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Langendorf Der Gemeinderat hat die Schwachstellen der Verkehrssicherheit überprüfen lassen und will nun Lösungen umsetzen. Er diskutierte deshalb verschiedene Massnahmen. Ratsmitglied Ivan Flury, Ressortleiter Planung, führte durch das von den Beratern Metron/Schluep und der Planungskommission entwickelte Arbeitspapier und brachte dabei die zentralen Punkte zur Sprache. Erste Priorität haben beispielsweise Massnahmen an der Grünernstrasse, der Stöcklimattstrasse Süd und der Heimlisbergstrasse. Diese sollen in den nächsten drei bis vier Jahren umgesetzt werden.

Zu Diskussionen kam es bezüglich Stöcklimattstrasse Süd, wo man den Schleichverkehr unterbinden möchte. Die ursprünglich angedachte Variante mit Tempo 30 in allen einmündenden Strassen bringe nichts, so Flury. «Es wird vorgeschlagen, die Strecke zu sperren.» Möglich wäre dies, indem man die Stöcklimattstrasse nur noch als Einbahn von Nord nach Süd befahren könnte. Von einer physischen Sperrung auf Höhe des Altersheims sieht man eher ab.

Konzerthallenstrasse als Einbahn gestalten

An der Grünernstrasse ist die Sackgasse ungenügend signalisiert und die Stop-Markierung mangelhaft. Eine Einbahn in Richtung Osten soll dieses Problem lösen. Die unsichere Fussgängerführung auf der Heimlisbergstrasse möchte man durch die Markierung der Rechtsvortritte optimieren. Erste Priorität hat auch der Knoten Erlimattweg/Steinackerweg/Hasenmattstrasse, wo die Sichtweiten eingeschränkt sind. Dort sollen Rechtsvortritte markiert werden. Umstritten war der Knoten Heimlisberg-/Konzerthallen-/Schulhausstrasse, wo die unsichere Schulwegführung entlang der Konzerthallenstrasse ein Problem ist. So soll die Konzerthallenstrasse nur noch von Norden her als Einbahn befahrbar sein.

Geld für die Umsetzung bereitstellen

Weitere Massnahmen haben zweite Priorität und kommen erst in vier bis sechs Jahren zum Zug, darunter etwa die Umgebung von Schulareal und Gemeindehaus. Dort könnte man eine Begegnungszone oder eine Tempo-30-Zone schaffen, so Flury. Auch die flächendeckende Einführung von Tempo30 steht zur Diskussion. Der Gemeinderat nahm zur Kenntnis, dass alle Massnahmen der Phase zwei im Einklang mit einer eventuell zu einem späteren Zeitpunkt einzuführenden Massnahme «Tempo30 flächendeckend» stehen.

In der Investitionsrechnung stehen für Massnahmen der Verkehrssicherheit bereits 100000 Franken bereit, welche in den Budgets 2017 und 2018 genehmigt wurden. Nun möchte man für die Jahre 2021 bis 2025 weitere 255000 Franken in den Finanzplan aufnehmen, um die Gesamtkosten der Massnahmen aus erster und zweiter Priorität sicherzustellen. (lrb)