Bally
Bally zeigt jetzt seine Sammelstücke

Jahrelang hat die Stiftung Ballyana Zeugnisse der 200-jährigen Firmen- und Familiengeschichte Ballys gesammelt. Diesen Mittwoch eröffnet sie nun ihre Dauerausstellung.

Julia Egenter
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Neustart

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Solothurner Zeitung

Die Kollektion dokumentiert die Geschichte der Firma, welche die ganze Region Niederamt geprägt hat. «Diese Erinnerungsstücke sind ein enorm wichtiges Stück Kultur in unserer Region», meint Philipp Abegg, Präsident der Stiftung Ballyana. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, das reichhaltige Erbe der Firma Bally nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, und sammelt deshalb seit dem Jahr 2001 Dokumente aus ihrer Vergangenheit. Nun ist es also so weit und die Früchte jahrelanger Arbeit können von Mittwoch an in der ständigen Ausstellung bewundert werden.

Reise durch Raum und Zeit

Anschaulich werden die grossen Veränderungen der 200-jährigen Firma gezeigt: Um 1820 begann Peter Bally mit der Produktion von Bändern. Um das Jahr 1840 begann Carl Franz Bally mit der Produktion von Elastik und anschliessend wandte er sich dem Schuhwerk zu. «Zu Beginn hatten sie überhaupt kein Know-how dafür», so Abegg. Erst der Südamerikahandel brachte Aufschwung in die Schuhproduktion – ein grosser Schritt war damit getan.

Einige Schritte müssen auch Besuchende tun, wollen sie Eduard Bally-Priors Werdegang mitverfolgen. Der Sohn von C. F. Bally reiste damals nach Amerika und brachte Maschinen mit nach Hause – der Beginn der Mechanisierung um 1870. Genau jene Maschinen sind in der Ausstellung noch zu bewundern. Alt und erhaben stehen sie in der Halle. «Diese Maschinen sind Kronzeugen der Industrialisierung», meint Abegg.

Eröffnungsvernissage am Mittwoch, 22. September, ab 18 Uhr an der Schachenstrasse 24 in Schönenwerd.