Delegiertenversammlung
Auf Solothurner CVP-Listen gibts keinen Platz für Rolf Späti

15 Personen bewarben sich bei der Solothurner CVP für einen Platz auf der Nationalratsliste vom kommenden Herbst. Für 14 hatte es Platz. Rofl Späti schied aus. Der bisherige Pirmin Bischoff ist nun auch offiziell Ständerats-Kandidat.

Drucken
Teilen
Die Kandidierenden gestern Abend vor der Ausmarchung

Die Kandidierenden gestern Abend vor der Ausmarchung

Solothurner Zeitung

Es lag eine seltsame Gewissheit über den 169 CVP-Delegierten gestern im Oensinger «Rössli»-Saal: 14 von 15 Bewerberinnen und Bewerbern würden an diesem Abend als Nationalratskandidaten nominiert werden – für einen oder eine von ihnen würde kein Platz auf den zwei CVP-Listen bleiben. Den Schwarzen Peter fasste schliesslich Rolf Späti aus Heinrichswil-Winistorf: Er erhielt in der Ausmarchung am wenigsten Stimmen.

10 Kandidaten vorweg «gesetzt»

Gemäss dem von der Delegiertenversammlung akzeptierten Vorschlag des CVP-Vorstandes waren zehn Personen als Nationalratskandidaten gesetzt. Kriterien, die eine Person für diese «Setzliste» qualifizierten, waren: Bisheriger Nationalrat; eine Kandidatur aus jeder der drei Städte, sofern vorhanden; eine Kandidatur aus jedem der zehn Bezirke, sofern vorhanden. Bei mehreren Bewerbungen pro Bezirk erhielten Kantonsräte den Vorzug, bei mehreren Kantonsräten aus dem gleichen Bezirk derjenige mit den meisten Stimmen bei der letzten Kantonsratswahl.

Nach diesem Raster wurden folgende zehn Kandidaten «gesetzt»: Pirmin Bischof (bisheriger Nationalrat, Solothurn), Peter Brotschi (Kantonsrat, Grenchen), Urs Allemann (Kantonsrat, Rüttenen), Urs Schläfli (Kantonsrat, Deitingen), Stefan Müller (Kantonsrat, Herbetswil), Sandra Kolly (Kantonsrätin, Neuendorf), Theophil Frey (Kantonsrat, Dulliken), Thomas A. Müller (Kantonsrat, Lostorf), Bruno Maggi (Nuglar-St. Pantaleon), Susanne Koch (Kantonsrätin, Erschwil). Mangels Bewerbungen nicht berücksichtigt werden konnten die Stadt Olten und der Bezirk Bucheggberg. Nicht unter den Gesetzten war namentlich Parteipräsidentin Annelies Peduzzi: Sie ist zwar Kantonsrätin, doch hatte bei den Wahlen von 2009 in ihrer Amtei Urs Schläfli mehr Stimmen als sie erhalten.

Vier Plätze für fünf Interessenten

Die verbliebenen fünf Bewerber/-innen mussten sich der geheimen Wahl in der Versammlung stellen. Die vier noch offenen Listenplätze gingen dabei an Stephan Berger (Balsthal), Karen Grossmann (Schönenwerd), Annelies Peduzzi (Deitingen, Kantonsrätin), und Susan von Sury (Solothurn, Kantonsrätin). Nicht auf die Nationalratsliste schaffte es Kantonsrat Rolf Späti (Heinrichswil-Winistorf).

Zu Beginn der Versammlung nominierten die Delegierten einstimmig den 52-jährigen Nationalrat Pirmin Bischof als Ständeratskandidaten.

Ziel: ein Ständerat, zwei Nationalräte

Wahlziele der CVP Kanton Solothurn sind die Eroberung eines Ständeratsmandats und die Verteidigung der beiden bisherigen Nationalratssitze. Im Nationalrat hat die CVP die nach drei Amtsperioden nicht mehr kandidierende Elvira Bader (Mümliswil) zu ersetzen. Erreicht die Partei beide Wahlziele, kommen sogar zwei CVP-ler neu in den Nationalrat. (cva)

Aktuelle Nachrichten