Militär
Armeeverbände wurden in Bronze verewigt

Sechs Tafeln aus Bronze, angebracht an militärischen «Hotspots», erinnern an die aufgelösten Grossen Verbände.

Christian von ARx
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Militärdirektorin Esther Gassler, ehemalige Kommandanten und Gäste beim Bunker in der Äusseren Klus in Oensingen. HR. Aeschbacher Militärdirektorin Esther Gassler, ehemalige Kommandanten und Gäste beim Bunker in der Äusseren Klus in Oensingen. HR. Aeschbacher

Militärdirektorin Esther Gassler, ehemalige Kommandanten und Gäste beim Bunker in der Äusseren Klus in Oensingen. HR. Aeschbacher Militärdirektorin Esther Gassler, ehemalige Kommandanten und Gäste beim Bunker in der Äusseren Klus in Oensingen. HR. Aeschbacher

Oltner Tagblatt

Mit sechs Bronzetafeln an militärisch markanten und für das Publikum gut zugänglichen Orten erinnert der Kanton Solothurn an «seine» aufgelösten Grossen Verbände der Armee: An die Grenzbrigade 4 (1938 bis 1994, 8000 Mann), die Mechanisierte Division 4 (1962 bis 1994, 10000 Mann), an die Panzerbrigade 4 (1995 bis 2003, 6000 Mann) und an dieInfanteriebrigade 4 (2004 bis Ende 2010, 7000 Mann).

Diese Verbände galten als «solothurnisch», weil sie zu einem grossen Teil aus Solothurnern bestanden, weil der Kanton Teil ihres Einsatzgebiets war und weil die Kontrollführung für ihre Stäbe dem Kreiskommando Solothurn oblag; Solothurn war der «Götti-» beziehungsweise «Gotte-Kanton», wie Militärdirektorin Esther Gassler schmunzelte. Seit der Auflösung der Inf Br 4 Ende letzten Jahres gibt es keine «Solothurner» Verbände mehr.

Sechs Tafeln, sech militärisch bedeutsame Standorte

Besonders am Herzen lägen Solothurn noch das Infanteriebataillon 11 und die Solothurner Artillerieabteilung 10, die in die Infanteriebrigade 5 eingegliedert ist, war von Kreiskommandant Diego Ochsner zu erfahren.

Brigadier Staffelbach war es, der die Idee hatte, die Tradition der Solothurner Verbände im ganzen Kanton sichtbar zu würdigen. Er überzeugte die Militärdirektorin, der damalige Kreiskommandant Rolf Leuthard übernahm die Projektleitung.

Für die sechs Bronzetafeln, die je ein anderes Leitmotiv der Inf Br 4 zeigen, wurden militärisch bedeutsame Standorte an beliebten Wanderwegen gewählt: Bunkereingang Äussere Klus, Oensingen; Panzersperre Challhöchi, Ifenthal; Schlossruine Dorneck, Dornach; Panzersperre Lützelhollen, Kleinlützel; Bunker beim Nordausgang des Passwangtunnels; Bunker am Eingang zur Wolfsschlucht, Welschenrohr.

Ein Faltprospekt des Solothurner Amts für Militär und Bevölkerungsschutz informiert über die vier Verbände wie auch die sechs Standorte.