Schule

Angst vor Amokläufen: Polizei hat Notfall-Konzept für Schulen ausgearbeitet

Für Experten ist klar: Die Schweiz wird nicht auf ewig verschont bleiben von Schulmassakern wie im deutschen Winnenden vom Februar 2009.

Amoklauf an Schulen

Für Experten ist klar: Die Schweiz wird nicht auf ewig verschont bleiben von Schulmassakern wie im deutschen Winnenden vom Februar 2009.

Ein 200 Seiten starkes Dossier erklärt Schulleitern im Kanton Solothurn, wie sie in Notfallsituationen zu reagieren haben. Auslöser der Aktion sind die Amoktaten der letzten Jahren in unserem nördlichen Nachbarland.

Die Polizei Kanton Solothurn hat zusammen mit dem Departement und Bildung und Kultur ein Konzept für Notfälle an Schulen ausgearbeitet, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Entstanden ist ein rund 200 Seiten starkes Dossier. Es enthält nebst Hinweisen zum Notfallmanagement auch Anleitungen zum richtigen Verhalten in Krisensituationen und zum Umgang mit Betroffenen.

Das Konzept konzentriere sich aber nicht ausschliesslich auf Amoktaten, heisst es. Auch Drohungen, Entführungen, Unfälle oder extremistische Taten könnten Notfälle für Schulen darstellen.

Kein Phänomen aus fernen Ländern

Hintergrund für die Aktion ist laut Polizei die Erkenntnis, dass Amoktaten an Schulen seit den Vorfällen in Deutschland nicht mehr nur Phänomen «aus fernen Ländern und dem Fernsehen» seien. Mit den nötigen Vorbereitungen liessen sich Krisen jeder Art aber besser meistern.

Begleitet wird die Einführung des Konzepts von einer Schulung für die Schulleiterinnen und Schulleiter.

In dem eintägigen Kurs werden die Pädagogen von Fachkräften instruiert, wie sie in Notfällen vorzugehen haben. (bau)

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