Projektwoche Oberstufenzentrum Derendingen
Als Redaktionsteam besuchten sie alle Angebote ihrer Projektwoche

Die Projektwoche am Oberstufenzentrum Derendingen Luterbach begleitete ein Redaktionsteam. Sie besuchten alle Angebote und hat sie in einer eigenen Zeitung zusammengefasst. Zwei der vielen Bericht finden Sie hier.

Kathrin Rüetschli
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Das Redaktionsteam der Projektwoche am Oberstufenzentrum Derendingen Luterbach.

Das Redaktionsteam der Projektwoche am Oberstufenzentrum Derendingen Luterbach.

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Mathematiklektionen oder Deutschstunden suchte man diese Woche vergeblich im Oberstufenzentrum Derendingen Luterbach Oz DeLu. Nichts lief so, wie es normalerweise läuft und das Programm wurde völlig auf den Kopf gestellt. Die Projektwoche vom vergangenen Montag bis zum Mittwoch war angesagt. Ob ein Crash-Kurs in der russischen Sprache oder bunte Keilrahmenmalerei, ob Werken mit Holz, Metall oder Naturmaterialien: In der Projektwoche war für jeden und jede etwas dabei.

Vom 3-D-Drucker zum Bänkli

22 Projekte wurden angeboten. Köpfe werden gescannt und mit dem 3-D-Drucker ausgedruckt, Wochenrätsel und Fotocollagen sind entstanden, aus langweiligen Betonröhren wird eine Sitzlandschaft hergestellt. Die Lehrer und Lehrerinnen haben sich jeweils ein Projekt ausgedacht, welches das Oz DeLu bereichern soll. Die Englischlehrerin Barbara Wälchli beispielsweise hat ein Projekt kreiert, in dem verschiedene Sprachen erkundet werden können. Sie machte einen Sprachen-OL mit QR-Codes, für den ihre Schülerinnen und Schüler Aufgaben herstellten.
Diese werden nächstes Jahr für die Siebt-klässler verwendet, damit sie das Schulhaus besser kennenlernen können. Die Lehrer Daniel Steinmann und Stefan Lanz bauten Sitz- und Liegebänke; diese werden später nach draussen gestellt. Sie dienen als Sitzgelegenheiten, auf denen man es sich in den Pausen bequem machen kann. Da die Projekte selbst gewählt werden durften, konnten alle an etwas arbeiten, das ihnen Spass bereitete. Jeder Schüler und jede Schülerin durfte drei Projekte auswählen und dabei ihre Priorität angeben.

Uniform Ja oder Nein?

Eine Umfrage zum Thema Schuluniform zeigt: Die Meinungen der Schüler sind geteilt. Die Lehrer sind sich einig. 


Von Zoe de Pasquale und Nadja Schnyder

Beim Thema «Schuluniform» trennen sich die Meinungen. Nicht alle sehen die einheitliche Kleidung als die beste Möglichkeit, die Schule zu repräsentieren. In mehreren Kulturen, wie zum Beispiel England, Australien und Teilen von Asien, werden Schuluniformen getragen. Dabei gibt es grosse Unterschiede. Auch hier haben die Schüler unterschiedliche Vorstellungen von Schuluniformen. Von schlicht bis bunt ist alles dabei, manche mögen es gemütlich, andere eher elegant. Schon in einem jungen Alter hat man klare Ideen davon, wie die Uniform etwa aussehen sollte und ob sie überhaupt erwünscht ist.


Vorteile und Nachteile

«Wenn es eine Uniform geben würde, wäre es mir egal, aber unbedingt müsste ich keine haben», erzählt uns ein Viertklässler. Viele andere Primarschüler sehen es auch so. Ab der Oberstufe sind die Interessen ausgeprägter. Den Jungen spielt es gemäss unserer Befragung keine grosse Rolle, im Gegensatz zu den Mädchen. Die Mehrheit von ihnen sieht den Vorteil, am Morgen keine Zeit für das Aussuchen des Outfits zu gebrauchen. «Der Vorteil ist, dass man danach nicht mehr schauen muss, was man anziehen will. Der Nachteil ist genau das. «Dass du nicht aussuchen kannst, was du tragen willst», sagt Laura Frei, 13 Jahre alt.

Über Geschmack

Um eine Schuluniform einzuführen, müsste zuerst einiges verändert werden. Jemand müsste den Willen und die guten Ideen haben, um dies durchzusetzen. Aber auch wenn eine Person diese Voraussetzungen erfüllt, wäre es schwierig, alle Geschmäcker abzudecken, denn kein Mensch ist gleich wie der andere. «Wenn ein Kind probiert rauszufinden, wer es ist und was ihm gefällt, könnte eine Schuluniform im Wege stehen», antwortet Primarschullehrer Alfonso Tomazzoli auf unsere Frage. Manche Lehrer der Oberstufe sehen es ähnlich und sind ebenfalls gegen die Frage nach der Schuluniform. Manuela Bader meint: «Ich finde es eigentlich schön, wenn ich sehe, dass hier verschiedene Leute im Schulzimmer sitzen und dass man dies einfach auch schon optisch irgendwie sieht. Dann sehen nicht alle gleich langweilig aus.» Sowohl Primar- als auch Oberstufenlehrper-

sonen finden es schön, die Schüler und Schülerinnen in ihrer eigenen Kleidung zu sehen. In einer Gemeinschaft müssen ja nicht immer alle gleich aussehen.

«Mir macht das keine Angst ...»

Sonya Singh & Jennifer Kohler haben sich bei Bewohnern des Elsässli-Quartiers umgehört.

Von Sonya Singh und Jennifer Kohler

Das Elsässli ist das grösste und das älteste noch vorhandene Arbeiterdorf im Kanton Solothurn. Oft spricht man über das Elsässli und seine «verseuchten Gärten». 2011 wurde bekannt, dass die Böden in den Gärten im Derendinger «Elsässli» mit organischen Schadstoffen und Schwermetallen verseucht und belastet sind. Die Ursache für die Verschmutzung läge an den Teerplatten in den Gärten, sagt man.

Die Teerplatten

«Mir macht es keine Angst ...» Das sagt eine Elsässli-Bewohnerin über den verseuchten Boden in diesem Quartier. Der Boden wurde früher, als mitten im Elsässli noch eine deutliche Trennung zwischen Arbeitern und Chefs existierte, mit Teerplatten, die in den Gärten vergraben worden waren, verseucht. Es ist kein besonders erfreuliches Thema, doch die meisten Bewohner des Elsässlis lassen sich dadurch nicht beeinträchtigen. Im Gegenteil! Alle Bewohner, die befragt wurden, sind sehr glücklich darüber, dass sie im Elsässli wohnen und leben dürfen. Der Grossteil der Bewohner des Elsässlis erzählt, dass sie dieses Thema gar nicht so wichtig finden, denn wie eine Bewohnerin stolz sagte, würde sie dieses Haus gegen nichts auf dieser Welt eintauschen. Obwohl alle wissen, dass es nicht so gesund sei, den Garten barfuss zu betreten oder etwas anzupflanzen, sieht man, wie Kinder barfuss im Garten herumlaufen und in fast jedem Garten Gemüse wächst. Aber es gibt etwas, dass alle Bewohner doof finden: Die Sanierung kostet 70 000 Franken.

Die Elsässer Häuser

Die zweigeschossigen Kleinhäuser weisen ein schlichtes und gleichartiges Erscheinungsbild auf. Merkmal ist der Gemüsegarten, der zu jedem Haus gehört und der mit einem Staketenzaun umfasst ist.

Es gibt sogar eine «Elsässli-Villa»; sie ist sehr gross und liegt fast auf der Grenze zwischen Luterbach und Derendingen. Der heutige «Präsident» des Elsässlis heisst Hansruedi Meyer.

Diebischer Vorfall

Im Elsässli passiert ganz schön viel. Nicht nur die Feste, die alle «Elsässler» miteinander feiern, oder die Märkte, die sie veranstalten, sondern auch ganz viele andere gemeinsame Aktivitäten verbinden die Bewohner. In einem Interview erzählte uns eine Alteingesessene namens Marianne, dass ein Dieb, der aus dem Gefängnis ausgebrochen sei, bei ihrem Nachbarn ins Auto geschlichen sei und dort einschlief. Am nächsten Morgen wollte der Besitzer des Autos zur Arbeit fahren, doch da fand er den Dieb in seinem Auto auf. Er rief die Polizei und alles wurde geregelt. Fazit: Doch wenn man so überlegt, können sich alle Bewohner in diesem Quartier glücklich schätzen, dass sie in einem so tollen Haus im Elsässli wohnen dürfen, da ist der Boden auch nicht mehr wichtig.

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