Alles begann am 1. Mai 1609

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Das Kloster Namen Jesu ist das älteste Frauenkloster von Solothurn. Alles begann am 1. Mai 1609. Drei Schwestern aus dem Kloster Pfannenegg werden nach Solothurn geschickt. Im Auftrag von Nuntius Ladislao von Aquino sollen sie die Solothurner Beginen zu einer halbklösterlichen Frauenvereinigung reformieren. Doch: Die Beginen wollten kein Leben in Besitzlosigkeit, Keuschheit und strengem Gehorsam führen. Die Folge: Die Pfannenegger Schwestern gründeten ihre eigene Gemeinschaft und mieteten sich zuerst in ein Haus an der Hinteren Gasse ein, wo sie den Grundstein für die spätere Schwesterngemeinschaft in Namen Jesu legten. 1615 erteilte die Solothurner Regierung die Erlaubnis, zwischen dem Herrenweg und der Unteren Steingrubenstrasse ein Kloster zu bauen. 1618 war es so weit, die Schwesterngemeinschaft konnte ins neue Kloster einziehen. In den Jahren die folgten, wollten die Behörden dem Kloster mehr als einmal ihre Daseinsberechtigung absprechen. Einmal sollte das Kloster in ein Spital umfunktioniert werden, ein anderes Mal zu einer Irrenanstalt. Bis 1962, sprich bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil lebte die Schwesterngemeinschaft in totaler Abgeschiedenheit. Erst danach öffnete sich das Kloster und Leute von ausserhalb konnten die Anlage besuchen oder auch mal für einige Wochen dort leben. 2009 feierte das Kloster ihr 400-jähriges Bestehen. Dabei wurde auch ein Bildband veröffentlicht, der Einblicke ins Klosterleben gewährt. (fvo)