Die verschlechterte Situation auf dem Arbeitsmarkt führt dazu, dass sich auch die Zahl der Erwerbslosen, die Sozialhilfeunterstützung brauchen, erhöhte. Im Gegensatz dazu, blieb der Anteil der Erwerbstätigen unverändert.

Besonders junge Erwachsene und Personen vor der Pensionierung sind dem erhöhten Risiko ausgesetzt, Sozialhilfe-Bezüger zu werden, da diese Gruppen als erste von der verschlechterten Konjunktur betroffen sind.

Fallzahlen nehmen zu

Rentner bedürfen hingegen kaum mehr Sozialhilfe. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Pflegeleistungen seit 2008 nicht mehr über die Sozialhilfe, sondern über kantonale Ergänzungsleistungen finanziert werden. Der Anteil und die Sozialhilfequote der über 65-Jährigen nehmen deshalb seither ab.

Dank der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nahmen die Fallzahlen von 2006 bis 2008 ab, erreichten im Jahr 2008 der bisherigen Tiefststand. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Sozialhilfeunterstützungen aber wieder auf das Niveau von 2007 an.
2009 wurden 6940 Personen mit Sozialhilfe unterstützt. Die Sozialhilfequote beträgt damit 2.8%.