Schwimmen, Reiten, Fussball, Schiessen, Minigolf, Tennis, Badminton – und seit vergangenem Samstag Sport und Spiel auf dem Eis. Das Balsthaler Moos darf sich wirklich rühmen, ein richtiges, vielseitiges Sportzentrum zu sein. Bei der Eisbahn handelt es sich allerdings nicht um eine herkömmliche, sondern um eine Eisbahn aus Kunststoff, die zweite ihrer Art, die es in der Schweiz gibt. Der Vorteil liegt darin, wie die Herstellerfirma «Like Ice» angibt, dass dieses Eisfeld Sommers wie Winters, drinnen und draussen funktionsfähig ist.

Ein schneller Entscheid

Genau das ist der Grund, warum Heinz Büttler und Roberto Borghi, Inhaber der Fitnexx AG, eine solche Eisbahn, Grösse 30 mal 15 Meter, bauen liessen. «Wir haben Aussentennisplätze, die im Winter stillgelegt sind, und im Sommer, wenn draussen Tennis gespielt wird, dann ist in der Halle nichts los», erklärt Büttler. Schon seit Längerem habe man an einer Eisbahn herumstudiert, aber eine herkömmliche Kunsteisbahn wäre so aufwändig, dass sie sich niemals rechnen würde.

«Als uns dann jemand erzählte, im Sportzentrum Emmen werde eine synthetische Eisbahn in Betrieb genommen, wurden wir hellhörig.» Und vor allem ging von da an alles sehr schnell. Die Anlage in Emmen wurde am vergangenen 16. November eröffnet, Büttler und Borghi waren dabei und davon total begeistert, so wie es dort die ersten Benutzer ebenfalls gewesen seien. «Auf der Anlage wurde bei der Eröffnung ein richtiger Eishockeymatch ausgetragen. Unterdessen wird sie für den Schulsport genutzt. Das Material bietet tatsächlich beinahe dieselben Bedingungen wie herkömmliches Eis», schwärmt Büttler. Im Gegensatz zur Schweiz sei dieses synthetische Eis schon länger bekannt und unter anderem auch sogar im Profibereich im Einsatz. Natürlich spüre man am Anfang, dass man auf sich auf einer anderen Unterlage bewege, sagt Büttler, aber man gewöhne sich dann sehr schnell daran.

Büttler und Borghi rechneten aus, dass ja in ihrer Anlage im Moos alle Einrichtungen der Infrastruktur wie Flutlichtanlage, Parkplätze, Rezeption und Restaurant vorhanden sind, und sich daher die 250000 Franken für den Bau einer synthetischen Anlage lohnen könnten. Gesagt, getan. Am vergangenen Samstag konnte sich eine zahlreiche Gästeschar von der synthetischen Eisbahn überzeugen lassen. Dass sie tatsächlich eishockeytauglich ist, führten die Junioren des EHC Olten vor. «Der Schnee, der in den letzten Tagen reichlich gefallen war, machte keine Probleme, der konnte gut beseitigt werden», berichtet Büttler. Würde zu viel Schnee liegen und die Witterungsverhältnisse wären zu widrig, so wäre die Anlage allerdings geschlossen. Nässe oder gar richtiges Eis jedoch seien keine Hindernisse. Ab jetzt bis Ende April steht die Anlage für alle zur Verfügung, und zwar Montag, Mittwoch und Freitag von 13.30 bis 21 Uhr sowie Samstag/Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Schlittschuhe können gemietet werden. Gruppen und Schulen können die Anlage mieten, nach Wunsch auch das Equipment für ein Hockeyspiel.