Waldwirtschaftsverband
40 000 Franken für Waldprojekte parat

Bucheggberg: Der Gewinn aus dem Jubiläumfest des Waldwirtschaftsverbandes fliesst in einen Fonds.

daniel rohrbach
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Solothurner Zeitung

Aus den Jubiläumsfestivitäten zu seinem 50-jährigen Bestehen, das der Waldwirtschaftsverband Bucheggberg im letzten Jahr feiern konnte, resultierte ein Gewinn von 47000 Franken. Der grösste Teil dieses Betrags, nämlich 40000 Franken, fliesst nun in einen Fonds. Dies wurde gestern an der Generalversammlung des Waldwirtschaftsverbands in Tscheppach beschlossen. Diese Gelder sollen für Waldprojekte im Bezirk verwendet werden. Grundsätzlich entscheidet die GV über den Verwendungszweck. Der Verbandsvorstand hat aber das Recht, ohne vorgängig eine GV einzuberufen, einmalig bis zu 10000 Franken für Projekte zu sprechen. Diese vom Vorstand vorgeschlagene Regelung war aber gestern nicht unbestritten. Kurt Stuber und Werner Bleuer sprachen sich dafür aus, dem Vorstand nur bis zu einem Betrag von 5000 Franken diese Kompetenz zu erteilen. Nachdem zwei Abstimmungsgänge jeweils mit einem Patt endeten, gab Präsident Fritz Andres per Stichentscheid den Ausschlag für die 10000 Franken.

Borregaard fehlt

In seiner Übersicht über den Holzmarkt kam Mark Hunninghaus, der Betriebsleiter der Forstbetriebsgemeinschaft Bucheggberg zu folgenden Befunden: Beim Nadelstammholz zeige sich eine stabile Situation, die Preise bewegten sich auf Vorjahresniveau. Weiterhin unbefriedigend hingegen sei die Lage beim Laubstammholz. Nicht viel besser sei es um das Laubindustrieholz bestellt. Die Absatzmöglichkeiten seien begrenzt. Dies nicht zuletzt, weil die Borregaard fehle und auch nach Italien wegen des starken Frankens praktisch kein Holz abgesetzt werde könne. Im Weiteren berichtete Hunninghaus, dass im Verlauf des Novembers durch die Forstbetriebsgemeinschaft vor allem in «Käferlöchern» rund 5500 Bäume gepflanzt worden seien. «Wir hoffen aber, dass künftig die Natur wieder für genügend Jungwuchs sorgen wird», erklärte er.

In seinem Jahresbericht wies Fritz Andres unter anderem auf das Eschensterben hin, das im Verbandsgebiet praktisch von einem Tag auf den anderen sehr verbreitet aufgetreten sei. Beim Verursacher handelt es sich um einen Pilz. Erfreut zeigte sich Andres über die Waldsäuberungsaktion, die im März stattfand. Im ganzen Bezirk hätten nicht weniger als 200 Personen mitgeholfen.

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