26. Ritterschlag auf Schloss Neu-Bechburg

Oensingen Schloss Neu-Bechburg war Treffpunkt für die Mitglieder der Seniorengruppe Roggenfluh: Knapp 30 Ritterinnen und Ritter folgten der Einladung des Bürgerrates zum Wahrzeichen von Oensingen.

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v. l.: Dähler Alfred, Schneeberger Martha, Bosin Dino (neuer Ritter), Graf zu Bechburg Baumgartner Fran, Merlo Claude (neuer Ritter) Meise Ursula, Stooss Werner (abwesend Bobst Bernhard). bwh

v. l.: Dähler Alfred, Schneeberger Martha, Bosin Dino (neuer Ritter), Graf zu Bechburg Baumgartner Fran, Merlo Claude (neuer Ritter) Meise Ursula, Stooss Werner (abwesend Bobst Bernhard). bwh

Solothurner Zeitung

Die regnerische Witterung verhinderte die Durchführung des Apéros und die eigentliche Ritterschlagzeremonie auf der Terrasse der Burg und unter den Bäumen. Stattdessen fand man sich im gewölbten Kellerraum ein zum feierlichen Akt. Nach der Begrüssung durch Bürgerpräsident Urs Berger, leitete Seniorenobmann Hansueli Loosli zum «Ritterschlag» über. In seinen Begrüssungsworten gab er mit Freude bekannt, dass zwei Ritter-Anwärter für ihren Fleiss belohnt werden. Für den eigentlichen Akt bzw. Ritterschlag war diesmal Graf zu Bechburg Franz Baumgartner (ernannt 2004) verantwortlich. Imposant und eindrücklich, wie er jeweils den Ritterschlag vornahm und das Schwert durch die Luft schwingen liess, ehe die Landung auf der Achsel des Geehrten erfolgte. Ausgangslage dazu ist, dass jemand zum Ritter geschlagen wird, wenn 100 freiwillige Arbeitsstunden im Schlosspark geleistet worden sind. Per vergangenen 31. Dezember 2010 hatten mit Dino Bosin und Claude Merlo nun zwei weitere Personen (insgesamt nun 69 Personen) dieses spezielle Ziel erreicht und wurden demzufolge in die Rittergarde aufgenommen. Der Trend ist klar, die Seniorinnen und Senioren fühlen sich in dieser Runde sehr wohl, sodass der Drang nach noch mehr Stunden und Appetit auf ein neues Ziel vorhanden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass es auch am kürzlichen Ritterschlag-Abend zu weiteren Ehrungen kam. Für ausserordentliche Einsätze kamen diesmal zu Ehren: Ursula Meise, Martha Schneeberger, Bernhard Bobst und Werner Stooss (alle vier haben per Jahresende die 300-Stunden-Marke überschritten), Alfred Dähler, der am 16. Mai 2011 bei der Seniorengruppe Roggenfluh seinen ersten Einsatz leistete, hat zwischenzeitlich gar die 500-Stunden-Schwelle hinter sich gelassen. Überwältigend ist auch die Anzahl der bisher geleisteten Stunden der Seniorengruppe Roggenfluh im Schlosspark: Seit dem ersten Arbeitsjahr 1978 (Gründungsjahr der Seniorengruppe war 1977) sind per Ende des vergangenen Jahres deren 35472 Stunden aufgelaufen, insgesamt haben sich bisher 121 Personen daran beteiligt. Letztes Jahr gab es deren 1358 Arbeitsstunden – die Grundarbeit ist aber seit Beginn immer die gleiche: Die vorhandenen «Schmuckstücke» sollen unterhalten und gepflegt werden. Insbesondere sind es die Wege im Park sowie die Zubringerwege. Auch grosse Beachtung wird den vier Brunnen geschenkt, die innerhalb des Schlossparkes verteilt sind und dabei das Wasser fliessen soll. An 14 Arbeitsnachmittagen haben die Seniorinnen und Senioren viele weitere abwechslungsreiche Arbeiten erledigt. Durchschnittlich haben 23 Personen pro Nachmittag den Weg in den Schlosspark unter die Füsse genommen. Im Anschluss an den feierlichen Akt offerierte die Bürgergemeinde Oensingen das obligate Nachtessen, zubereitet durch die interne Kochequipe der Bürgergemeinde. (mgt)

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