Solothurn
2. Takto-Festival: Ein Abend mit Feuer und Rhythmus

Das Dani Felber Orchestra mit Gästen eröffnete das 2. Takto-Festival in Solothurn. Das Unterhaltungsorchester mit Top-Leuten aus 13 Nationen bot ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf sehr hohem Niveau.

Alois Winiger
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Takto-Festival in Reithalle Solothurn
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Takto-Festival in Reithalle Solothurn
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Takto-Festival in Reithalle Solothurn

Schweiz am Sonntag

Eine Big-Band mit Streichorchester! Man fühlte sich am Eröffnungskonzert des 2. Takto-Festivals am Freitagabend in der Reithalle Solothurn zurückversetzt in jene Jahre, als noch grosse Unterhaltungsorchester zu erleben waren – wenn auch meist nur im Fernsehen. Hier aber spielte das Dani Felber Orchestra live; und zwar mit viel Feuer und Rhythmus. Und dass das Orchester wie angekündigt mit Top-Leuten aus 13 Nationen besetzt ist, war sofort erkennbar.

Auch beim vielseitigen Repertoire mit Swing, R&B, Funk, Pop und Einflüssen aus dem klassischen Bereich hielt Felber Wort. Nach dem markanten Einstieg mit «Also sprach Zarathustra» wechselte er flugs zum Glenn-Miller-Sound mit «In the Mood». Es folgten Eigenkompositionen von Dani Felber, pfiffige, eingängige Melodien und stark rhythmisiert, bei denen Felber häufig auf dem Flügelhorn als Solist hervortrat, leichtfüssig, mit Charme und rundem, tragendem Ton.

Sehr gut angekommen ist das Medley mit den «Abba»-Titeln, ebenso Michael Jacksons «Thriller», unterstützt mit einer Projektion auf eine grosse Leinwand. Dort trat dann auf einmal noch der Komiker Jerry Lewis in Erscheinung, und die Band spielte synchron zu Lewis’ Faxen eine herrlich swingende Nummer im Stil des grossen Count Basie. Die Liebe zu diesem Stil kommt nicht von ungefähr, konnte doch Felber eine CD einspielen mit Frank Foster, dem langjährigen Mitglied der Basie-Band und deren späteren Leiter.

Zu einem «ach ja»-Erlebnis verhalf der überraschende Wechsel in die Anfangszeiten von James Last mit seinem typischen, von Trompeten geprägten Sound. Pech allerdings, dass bei der Melodie «Morgens um sieben» der Piccolo-Einwurf untergegangen war. Immerhin war bei diesem Stück das zehnköpfige Streichorchester deutlich zu hören. Denn das war bei den übrigen Nummern leider viel zu wenig der Fall. Die Streicher und mit ihnen einige Feinheiten gingen im Gesamten unter, das etwas weniger laut hätte sein dürfen. Wers nicht glaubt, dass es anders auch geht, kann es bei Aufnahmen der Band auf CD oder Youtube nachprüfen.

Abgesehen von diesen Schönheitsfehlern bot das Orchester ein Unterhaltungsprogramm auf sehr hohem Niveau, das Publikum in der gut zur Hälfte besetzten Reithalle genoss es und applaudierte kräftig, insbesondere auch bei den Auftritten der Gäste: Nicolas Senn, der junge Mann mit Schalk in den Augen und den fliegenden Händen auf dem Hackbrett, Crystal Night, die Sängerin aus Frankreich, die wirklich Whitney-Houston-Titel interpretieren kann, Reggie Saunders aus den USA mit der Stimme, die an James Brown erinnert, oder Bo Katzmann, der es mit starker Stimme und ebensolcher Präsenz versteht, das Publikum zum Singen zu bringen. Dani Felber selber bot als Solist mehrere Highlights, besonders rührend war jenes, als er auf der Trompete mit einer brillant gespielten Melodie an Hazy Osterwald erinnerte.