Kriminalstatisik
191 Sexualdelikte im Kanton Solothurn registriert

Im Kanton Solothurn hat im Jahr 2010 die Zahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 16'472 zugenommen. Die Kriminalitätslage im Kanton ist gemäss der Polizei «insgesamt stabil».

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Bei den Sexualdelikten musste eine starke Zunahme verzeichnet werde. (Symbolbild)

Bei den Sexualdelikten musste eine starke Zunahme verzeichnet werde. (Symbolbild)

KEYSTONE/LUIS BERG

Rund 30 Prozent der Straftaten konnten aufgeklärt werden, wie aus der am Montag von der Kantonspolizei Solothurn veröffentlichten Kriminalstatistik 2010 hervorgeht.

Im Durchschnitt wurden 64 von 1'000 Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Opfer einer Straftat. Damit liegt der Kanton leicht unter dem schweizerischen Niveau.

Im vergangenen Jahr gab es zwei vollendete Tötungsdelikte und drei versuchte Tötungsdelikte. Das Jahr 2009 hingegen war als besonders blutiges Jahr in die Kriminalgeschichte eingegangen: Neben dem Dreifachmord in Grenchen kam es zu drei weiteren vollendeten Tötungsdelikten und fünf Versuchen.

Mehr Sexualdelikte

Bei den Vermögensdelikten kam es 2010 zu einer leichten Entspannung. Die Zahl dieser Straftaten ging um 4 Prozent auf 11'031 zurück. Die Zahl der Einbruchdiebstähle war mit 1778 Fällen stabil und lag gemäss Polizei auf einem nach wie vor «eher tiefen Niveau».

Bei den Sexualdelikten musste jedoch eine starke Zunahme verzeichnet werden. Mit 191 Straftaten gegen die sexuelle Integrität wurde im langjährigen Vergleich betrachtet ein eher hoher Stand erreicht. Die Zahl der gemeldeten Vergewaltigungen verdoppelte sich auf 53.

Mit 616 Straftaten wurden auch 13 Prozent mehr Fälle von häuslicher Gewalt aktenfällig. Die Aufklärungsquote bei Sexualdelikten lag bei 84 Prozent, bei Vergewaltigungen bei 90 Prozent.

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