Balmberg

125 Jahre alt und immer mehr Mitglieder

Die SAC-Sektion Weissenstein feierte ihr 125-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Fest. Viele passionierte Wanderer und Wanderinnen erklommen den Weissenstein. Unter den Gästen auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

«Tour ausgebucht» hiess es schon Mitte August. 250 SAC-Mitglieder haben sich für die grosse Jubiläumsfeier am Samstagnachmittag angemeldet. Mit Wanderstöcken, Bergschuhen und vereinzelt sogar mit dem Zelt am Rücken wanderten Junge und Pensionierte, Familien und geladene Gäste am Samstagnachmittag auf die Röti.

Nicht weit entfernt vom Nullpunkt der Solothurner Vermessung und dem Friedenskreuz baute die SAC-Sektion zu ihrem 125-Jahr-Jubiläum eine neue Brätelstelle. «Es ist eine der schönsten Feuerstellen auf der Jurakette an einem wunderbaren Flecken», sagte Andreas Burgener, Präsident der SAC Sektion Weissenstein. Zu den Klängen der Alphorngruppe Solothurn weihten die SAC-ler die Feuerstelle mit Weisswein und den ersten Würsten vom neuen Grill ein.

Gedenken an die zwei Verstorbene

«Es brauchte Mut und Zuversicht, im Frühling dieses Jahres den Entscheid zu treffen, die Jubiläumsfeier durchzuführen», sagte Burgener in seiner Jubiläumsrede am Abend. Und sprach damit an, dass das Jubiläumsjahr für den SAC Weissenstein besonders schwer begonnen hatte. Denn am 12. März verloren zwei Clubkameraden ihr Leben auf einer Tour, die den Start ins Jubiläumsjahr markieren sollte. Dass so viele Leute am Fest seien, bedeute für ihn auch viel Solidarität - mit der Sektion aber auch ganz besonders mit der Tourengruppe und der Familie der verstorbenen Clubkameraden.

«Als Bergsteiger wissen wir, dass der Gipfelerfolg von richtigen und guten Entscheidungen abhängt», erklärte Burgener. Als Bergsteiger bewege man sich ständig in Grenzbereichen. Burgener erklärte, dass sich der Verein seiner Verantwortung in der Ausbildung und in der Führung der Tourenleiter durchaus bewusst sei. Im Alleingang sei man verloren, aber als Klub schaffe man dies. «Als Seilschaften unterwegs zu sein, ist unsere Stärke.»

Neumitglieder nehmen zu

Damit war Burgener bei den Stärken des SAC angekommen. Denn die Sektion wächst und wächst: 1600 Mitglieder sind es aktuell. Alleine in den letzten zehn Jahren sind 300 Neumitglieder hinzugekommen.

«Man hat ein Ziel, ist draussen, arbeitet miteinander und abends hat man eine Erfahrung, mit der man auch plagieren kann», begründet Burgener den Erfolg. Peter-Lukas Meier, Informationsverantwortlicher der SAC-Sektion, bezeichnet die Öffnung der Sektion in den letzten 25 Jahren als wichtigen Punkt: Nicht mehr nur alpine Touren, sondern Biken, Bouldern, Klettern und Wandern gehören zu den Tätigkeiten des SAC. Um die 250 Touren bietet die SAC-Sektion pro Jahr an, daneben betreibt sie die Backi-Hütte und die Mutthornhütte.

Die Rolle von Stüby

An alte Zeiten erinnerte oben auf der Röti Alt-Präsident Bruno Moll. Die Gegend, in der die Brätelstelle gebaut wurde, sei für den SAC nicht unbedeutend: Bis in die 1950-er Jahre hinein wurden eine Sprungschanze und ein Skirennen vom Weissenstein auf den Nesselboden betrieben wurde.

Dass die Feuerstelle von der Robert Strüby-Stiftung gesponsert wird, nahm Moll zum Anlass, an das Wirken von Kantonsgeometer Robert Strüby beim Bau der Sesselbahn 1951 zu erinnern. «Von derBewilligung bis zum Ende des Baus dauerte es ein Jahr», richtete er seine Worte an den Heimatschutz.

Um 15 Uhr stiegen die SAC-ler von der Röti auf den Balmberg ab und genossen das Nachmittagsprogramm. Vom Alpaka-Trekking über Seilpark-Tour, Schnitzeljagd bis hin zu Bauernhofolympiade und dem Schwizerörgeliquartett «Vom Bärg obenabe» bot der Nachmittag für alle etwas.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1