Die Büros sollen auf der Grundlage von städtebaulichen, verkehrstechnischen, ökonomischen und landschaftlichen Überlegungen die Chancen verschiedener Nutzungsformen abklären, wie die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mitteilte.

Der Kanton erhofft sich Vorschläge für eine gewinnbringende Nutzung des Areals. Eine starke Identität und eine gute Positionierung des Areals am Markt seien dabei von zentraler Bedeutung. Die «Testplanung» beginnt im Februar und dauert bis November.

Das Gebiet ist mit einer Fläche von 110 Hektaren die grösste erschlossene Industriebrache der Schweiz, wie die Staatskanzlei festhält. Nur der Flugplatz Dübendorf im Norden Zürichs sei grösser, jedoch noch nicht entwicklungsreif.

Kanton kaufte Land

Die Industriebrache im Kanton Solothurn umfasst zwei etwa gleich grosse Areale nördlich und südlich der Aare. Das Nordareal liegt auf dem Gemeindegebiet von Riedholz und ist rund 50 Hektaren gross. Davon sind heute rund 16 Hektaren der Industriezone zugewiesen.

Das Südareal auf dem Gemeindegebiet von Luterbach umfasst rund 57 Hektaren. Im Südareal hatte der Solothurner Regierungsrat im Dezember 23,6 Hektaren Land zum Preis von 18,8 Millionen Franken gekauft.

Die Zellstofffabrik Borregaard hatte 2008 den Betrieb dicht gemacht. Insgesamt 440 Mitarbeitende verloren ihren Arbeitsplatz.