Baden

Zurück im Nationalrat: Geri Müller kann wieder lachen - und sinniert über Rücktritt

Geri Müller ist heute Dienstag erstmals wieder im Nationralrat aufgetreten. Er wurde von seinen Kollegen herzlich begrüsst. Der Aargauer Grüne denkt aber auch über einen Rücktritt als Nationalrat nach.

Geri Müller erschien heute Morgen um 10.45 Uhr erstmals nach der Nacktselfie-Affäre im Nationalratssaal. Er wurde sogleich von mehreren Ratskollegen herzlich begrüsst. Mehrere Parlamentarier traten an sein Pult, um ihm per Händedruck ihre Solidarität kundzutun. Geri Müller selbst machte einen gefassten Eindruck.

Er ging mit einem guten Gefühl zurück, wie er Tele M1 sagte. Verstellen müsse er sich nicht. «Ich glaube, ich kann mich normal verhalten grundsätzlich. Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, aber ich gehe jetzt einfach offen an meine Arbeit heran und versuche sie so gut wie möglich zu machen.»

Geri Müller äusserte zum ersten Mal Rücktrittsgedanken: «Selbstverständlich denkt man immer darüber nach, wie lange man noch bleibt. Bei mir ist dieser Prozess im Gange», wie er gegenüber Tele M1, TeleZüri und TeleBärn sagte. Ob er noch während der laufenden Legislatur zurücktreten oder auf eine Wiederkandidatur 2015 verzichten will, lässt der grüne Nationalrat ebenfalls offen.

Geri Müller denkt über Rücktritt nach

Geri Müller denkt über Rücktritt nach

Er bedauere es, wegen der besonderen Umstände den ersten Tag der September-Session verpasst zu haben, sagte Geri Müller gemäss nzz.ch vor seinem Eintritt ins Bundeshaus. Natürlich komme er nicht in der gleichen Stimmung ins Bundeshaus wie sonst, räumte Müller ein.

Immerhin müsse er sich aber keine schwerwiegende Verfehlung vorwerfen, sondern nur eine persönliche «Entgleisung». Es gehe ihm physisch gut und er sei auch gut auf die Session vorbereitet. Im Laufe der Session werde es sicher Gespräche über das Vorgefallene geben, denen er sich gerne stelle, meinte Müller gegenüber Journalisten.

Auch bei der nachmittäglichen Fraktionssitzung der Grünen war er zu Beginn anwesend. Wie mehrere Parteivertreter auf Anfrage erklären, sei die Causa Müller kein Thema gewesen: «Wir haben über Politik und nicht über Personalien diskutiert», sagt Parteipräsidentin Regula Rytz stellvertretend. 

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