Ferien

Wohin es unsere Regierungsräte zieht

Ferienbeschäftigung: Regierungsrätin Susanne Hochuli im Garten mit Gewürzen und Teepflanzen. Dazu gehört natürlich auch Jäten.

Susanne Hochuli

Ferienbeschäftigung: Regierungsrätin Susanne Hochuli im Garten mit Gewürzen und Teepflanzen. Dazu gehört natürlich auch Jäten.

Sommerzeit – Ferienzeit. Das gilt auch für hohe Politiker. Wenngleich nicht alle der Versuchung widerstehen können, Dossiers mit in die Ferien zu nehmen.

Mathias Küng

An ihrer Sitzung letzten Mittwoch hat die Aargauer Regierung noch einmal so richtig zugeschlagen. Vier Botschaften (darunter das Hundegesetz und der Kulturlastenausgleich) sowie die Antworten auf zahlreiche Vorstösse wurden verabschiedet und am Freitag veröffentlicht.

Doch jetzt sind andere Themen angesagt. Zwar geniessen nicht alle die Sommerferienzeit gleichermassen. So macht Landammann und Finanzdirektor Roland Brogli nur tageweise Ferien. Anzutreffen ist er dann im Fricktal, in der Innerschweiz oder auch in der Bodenseeregion.

Immerhin eine Woche Ferien gönnt sich Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Ihn ziehts dafür ins Tessin. Eineinhalb Wochen Ferien leistet sich Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann. Seine Destinationen: Rhodos und Locarno.

Beyeler: Segeltörn in der Ägais

Gar drei Wochen abseits von Regierungsgeschäften unterwegs sind Landstatthalter Peter C. Beyeler und die neue Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli. Ihre Destinationen sind sehr ungleich. Beyeler ist unterwegs an einem Überführungstörn eines Segelschiffs in der Ägais. Hochuli bleibt im Lande.

Sie geniesst die Ferien schwimmend in der Aare (vorzugsweise im Raum Bern) oder dann daheim beim Jäten. Dafür ziehts auch Staatsschreiber Peter Grünenfelder für zweieinhalb Wochen ins Ausland. Seine Ziele sind Amalfi, Capri und Venedig.

Brogli, Beyeler und Grünenfelder nehmen nach Angaben der Staatskanzlei Arbeit mit in die Ferien. Landammann Brogli etwa nutzt die freien Tage zur Vorbereitung seiner 1.-August-Rede und zum Aktenstudium. Hofmann und Hürzeler versuchen indessen, ihre Ferientage ohne Akten zu geniessen.

Acht Reden am 1. August

Apropos 1. August: Wer sich die Rede von Roland Brogli anhören will, ist am Abend des 1. August in Böttstein am richtigen Ort. Alex Hürzeler spricht am 1. August zweimal, nämlich um 11.30 in Schlossrued und um 20 Uhr in Oeschgen, der Gemeinde, der er seit 1995 bis zur Wahl in die Regierung als Gemeindeammann vorstand.

Urs Hofmann hat gleich drei Auftritte: am 31. Juli in Kaiseraugst und am 1. August um 11 Uhr in Mooslerau, abend ums 20 Uhr dann in Wil im Mettauertal. Peter C. Beyeler (unterwegs in der Ägais) spricht dieses Jahr nirgends, Susanne Hochuli dafür auch zweimal: Um die Mittagszeit des 1. August in Gontenschwil und am Abend im heimatlichen Reitnau.

Wandern, Sport, Lesen . . .

Und was tun die fünf in ihren Ferientagen? Roland Brogli freut sich darauf, Zeit zu haben, um mit Freunden zusammenzusitzen. Erholung findet er beim Lesen, Wandern, bei Konzert- und Museumsbesuchen. Für Urs Hofmann stehen Sport, Baden und Lesen auf dem Programm.

Für Alex Hürzeler gilt es, zu enstpannen, sich zu erholen und zu geniessen. Und Peter Grünenfelder geniesst die Italianità, besucht die Biennale und liest dazwischen Krimis von Schweizer Autoren; etwa von Hansjörg Schneider und seinem Kommissar Hunkeler, von Michael Theurillat (aktuelles Werk: «Sechseläuten») und Ernst Solèr.

Immer entscheidungsbereit

Und was, wenn mitten in der Ferienzeit mal ein wichtiger Entscheid zu fällen sein sollte? Dafür ist man gewappnet. Regierungssprecherin Christine Stähli: «Der Regierungsrat stellt auch während der Ferienzeit sicher, dass jederzeit ein Regierungsentscheid gefällt werden kann, wenn dies notwendig ist.»

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