Burka-Verbot

Wobmann sammelt weiter Unterschriften – Fluri spricht von «Islam-Hysterie»

Burka-Verbot: Nationalrat stimmt zu

Burka-Verbot: Nationalrat stimmt zu

Mit nur einer Stimme Unterschied sagt der Nationalrat Ja zu dem Burka-Verbot. Walter Wobmann sammelt trotzdem weiter Unterschriften.

Mit nur einer Stimme Unterschied sagt der Nationalrat Ja zum Burka-Verbot. Den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann und sein Egerkinger Komitee für ein Verhüllungsverbot freut das zwar. Das Unterschriftensammeln gibt er deshalb aber nicht auf.

Der Nationalrat hat heute das Burka-Verbot mit 88 zu 87 Stimmen zugestimmt. Damit hat es die erste politische Hürde genommen. "Das ist eine Genugtuung", sagt Walter Wobmann gegenüber Tele M1 zufrieden mit der knappen Mehrheit.

Ganz anders die Reaktion bei Kurt Fluri. "Wir leben in einer Zeit der Islam-Hysterie", sagt der Solothurner FDP-Nationalrat. Weil der Islam für viele ein Feindbild geworden sei, hätten gewisse Nationalräte realisiert, dass eine solche Initiative gewisse Chancen habe. "Dann gibt es Opportunisten, die sich plötzlich der Mehrheit anschliessen wollen."

Wobmann und sein Egerkinger Komitee sammeln seit März Unterschriften für die Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“. Der Vorstoss, den der Nationalrat heute angenommen hat, hat dasselbe Ziel. Wobmann hatte diesen vor der Lancierung der Volksinitiative eingereicht.

Burkas seien ein Sicherheits- und ein Kulturproblem, ist Wobmann überzeugt. „"Jetzt, am Anfang müssen wir etwas machen. Nicht wenn Tausende herumlaufen, dann ist es zu spät."  

Burka-Verbot: Nationalrat stimmt zu

Burka-Verbot: Nationalrat stimmt zu

Mit nur einer Stimme Unterschied sagt der Nationalrat Ja zu dem Burka-Verbot. Walter Wobmann sammelt trotzdem weiter Unterschriften.

Für die Gegner des Burka-Verbots ist das allerdings eine Scheindebatte. „Ich habe meine grösste Mühe mit Burkas“, sagt zwar die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé. „Aber ich halte das Verbot für den falschen Weg.“ Es löse keine Probleme. Man müsse andere Wege finden bei der Integration.

Nun wird sich der Ständerat mit dem Vorstoss befassen. Ob auch er ihn annehmen wird, ist unklar. Deshalb will Wobmann auch vorderhand weiter Unterschriften sammeln für seine Volksinitiative. (pz)

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