Schweiz

Westschweizer Gesundheitsdirektoren wollen Wahlleistungen in Spitälern wieder einschränken

Die Gesundheitsdirektorinnen fürchten, dass die Kapazitäten der Spitäler bald ausgelastet sind.

Die Gesundheitsdirektorinnen fürchten, dass die Kapazitäten der Spitäler bald ausgelastet sind.

Heute Donnerstag treffen die Kantone Gesundheitsminister Alain Berset. Nun preschen die Gesundheits- und Sozialdirektoren der lateinischen Schweiz bereits vor und fordern strengere und einheitlichere Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus.

(agl) Es seien angesichts der steigenden Fallzahlen bedeutendere Massnahmen nötig, stellt Konferenz der Westschweizer Kantone (Class) in einer Mitteilung klar. Ihre Empfehlungen habe sie auch an der heute Donnerstag anberaumten Sitzung der Konferenz der Kantonalen Gesundheitsdirektoren mit Bundesrat Alain Berset eingebracht. Für die Westschweizer Regierungen ist klar: Angesichts der jüngsten Entwicklung dürften die Kapazitäten der Spitäler bald ausgelastet sein. Die Class fordert daher von den Bundesbehörden, nicht dringende Wahlleistungen in öffentlichen und privaten Kliniken und Spitälern wieder einzuschränken oder gar einzustellen.

Weiter verlangt sie, dass der Bund die Kündigungs- und Wartefristen in der Kurzarbeitsregelung wieder aufhebt und die maximale Entschädigungsdauer für von den Massnahmen betroffene Unternehmen verlängert. Auf Seite der Kantone fordern die Westschweizer Kantone derweil eine gewisse Harmonisierung der Massnahmen, unter Berücksichtigung der kantonalen Situation.

Verbot von Kontaktsportarten, Sperrstunde 23 Uhr

So wollen die Gesundheitsdirektoren Veranstaltungen im öffentlichen Raum auf 10 Personen beschränken, Restaurants ab 23 Uhr schliessen und die Personenzahl pro Tisch wieder begrenzen. Bei Sportanlässen soll wie in den Kantonen Bern und Basel-Stadt die Besucherzahl auf 1000 beschränkt werden, Sportarten mit Körperkontakt auf Amateurstufe sollen derweil verboten werden, wie es der Kanton Wallis am Mittwoch angekündigt hat. Auch bei Besuchen in Altersheimen und Spitälern soll es Beschränkungen geben.

Die Class besteht aus den Gesundheits- und Sozialdirektorinnen der Kantone Bern, Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Waadt und Wallis. Angesichts der Coronakrise treffen sie sich wöchentlich zu einer Sitzung.

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