World Economic Forum
WEF-Sicherheitschef: Ohne Armee kein WEF in Davos

Gut zwei Wochen vor Beginn des WEF äussert sich erstmals der neue Sicherheitschef Beat Eberle zur Bedrohungslage.

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Keystone

In einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag» sagt der Nachfolger von Markus Reinhardt, der Suizid begangen hatte, die grösste Sicherheits-Herausforderung sei das neue Kongressgebäude. «Wir müssen das Sicherheitspositiv anpassen. In den vergangenen Jahren hatte sich eine gewisse Routine mit der bestehenden Geografie des WEF-Geländes eingependelt. Nun hat sich diese Geografie aber massiv verändert», so Eberle, der Bündner Polizeikommandant.

Im Dezember 2010 wurde in Stockholm erstmals ein terroristischer Anschlag auf ein kleineres europäisches Land verübt. Das beobachtet der WEF-Sicherheitschef ganz genau: «Wir berücksichtigen solche Anschlagsversuche, aber auch die angekündigten Demonstrationen und andere Entwicklungen auf der ganzen Welt.» Entsprechend sei das Sicherheitsdispositiv angepasst worden. «Sämtliche Kantone der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein stellen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und für Personen- und Objektschutz personelle und materielle Mittel zur Verfügung», sagt der Bündner. Er betont auch die Bedeutung der Armee: «Ohne Armee könnte das WEF heute wohl nicht mehr in Davos stattfinden. Das WEF hat sich über die Jahre derart entwickelt, dass wir diesen Einsatz schon lange nicht mehr nur mit eigenen Mitteln bewältigen können.»