Vorbehalte gegen Sommaruga aus der eigenen Kantonalpartei

Der in der SP als Topfavoritin für den frei werdenden Bundesratssitz von Moritz Leuenberger gehandelten Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga weht ein rauer Wind aus den eigenen Reihen entgegen.

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Nationalrätin Margret Kiener Nellen, eine Kollegin aus der Berner Kantonalpartei, nimmt Sommaruga nach wie vor deren Gurtenmanifest von 2001 übel. Mit einer Öffnung Richtung bürgerliches Lager habe diese der Partei «mehr geschadet als genützt». Das Positionspapier habe der nationalen und besonders der Berner SP Verluste eingetragen. «Dies schadet nun Sommaruga», sagt Kiener Nellen. Eine der grossen Gegenspielerinnen der Ständerätin, die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr, sei «wesentlich populärer» in der SP, sagt auch ein Deutschschweizer Kantonalparteipräsident. Die Bernerin wirke eher kalt und gelte als Streberin. Dass sie zum rechten Parteiflügel gehöre, schmälere intern ihre Chancen.

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