Villiger

Villiger interveniert in Washington

Will einen internationalen Standard für Datenaustausch in Steuerfragen: CS-Präsident Kaspar Villiger.

Villiger interveniert in Washington

Will einen internationalen Standard für Datenaustausch in Steuerfragen: CS-Präsident Kaspar Villiger.

Neue Vorschläge sollen einen internationalen Standard zum Datenaustausch in Steuerfragen bringen Nach Bundespräsident Merz will auch Kaspar Villiger den US-Finanz- minister Geithner und Notenbankchef Bernanke treffen. Ziel: endlich ein Durchbruch.

Die Atmosphäre mag «sehr gut» gewesen sein, wie Bundesrat Hans-Rudolf Merz gestern nach seinem ersten Gespräch mit US-Finanzminister Timothy Geithner in Washington betonte. Das bedeutet aber noch nicht, dass der Steuerstreit zu Ende ist.
Merz sagte im Anschluss an das Gespräch, dass beide Seiten die am Dienstag in Bern beginnenden Verhandlungen über ein neues Doppelbesteuerungsabkommen «so rasch als möglich» beenden wollen.
Merz verlangte von Geithner, den er während der Pressekonferenz auf Englisch konsequent Aussenminister nannte, die US-Steuerbehörde müsse ihre Klage gegen die UBS zurückziehen. Merz: «Ich glaube aber, dass er sich der Problematik bewusst ist.» Der UBS gehen die Verhandlungen aber dem Vernehmen nach deutlich zu langsam. Darum will Kaspar Villiger am Montag in die USA fliegen und mit Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke neue Vorschläge besprechen, die einen weltweiten Standard zum Informationsaustausch in Steuerfragen bringen sollen.
Ein heikles Unterfangen: Bankenkreise befürchten, die UBS könnte zu viel des Bankgeheimnisses preisgeben. Innerhalb des Departements Merz wird dies befürchtet und darüber spekuliert, ob die UBS bei den anderen Bundesräten eine Mehrheit finden und sich so durchsetzen könnte. UBS-Sprecher Christoph Meier will dazu keine Stellung nehmen. (Sonntag)

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