Bundesverwaltung

Vertrauliches Gaskombi-Papier: Leck nicht beim UVEK

Energieministerin Doris Leuthard unter Beschuss: Doch soll die Indiskretion nicht aus ihrem Departement stammen. (Archiv)

Energieministerin Doris Leuthard unter Beschuss: Doch soll die Indiskretion nicht aus ihrem Departement stammen. (Archiv)

Einmal mehr fusst die Top-Geschichte der Sonntagspresse auf Indiskretionen aus der Bundesverwaltung. Beim Bundesamt für Energie ist man verärgert und vermutet das Leck in einem anderen Departement.

Die Top-Geschichte, welche die Sonntagspresse gestern herumreichte, sorgt im Bundesamt für Energie (BFE) für Stirnrunzeln, aber auch Schmunzeln: «Die vertraulichen Unterlagen kommen nicht aus dem UVEK», sagt BFE-Pressesprecherin Marianne Zünd der az.

Zwar wurde das Grundlagenpapier im BFE erarbeitet. Am nächsten Mittwoch sollte es der Bundesrat diskutieren.

Ein lauter Aufschrei ging durchs Land

Was zu reden gibt: Wie der «Sonntag», die «NZZ am Sonntag» und die «Sonntagszeitung» gestern übereinstimmend berichteten, setzt die Energieministerin Doris Leuthard darin auf Gaskombikraftwerke als Ersatz für die AKW's, die der Bund bis 2034 vom Netz nehmen will. Diese Pläne stossen auf laute Kritik.

Eine von einer der Zeitungen zitierte Zahl sei allerdings falsch, erklärt Marianne Zünd. Deshalb wisse man beim BFE genau, um welche Version des Papiers es sich beim weitergereichten handle. Allgemein wolle man Indiskretionen aber nicht kommentieren. Nur so viel: «Wir hätten die Unterlagen nicht unkommentiert weitergereicht. Denn sie bedürfen weiterer Erklärungen.» (dfu)

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